Grünfläche im Telgter Süden
Vorerst keine Rodungsarbeiten

Telgte -

Auf der städtischen Ausgleichsfläche im südlichen Bereich der Georg-Muche-Straße wird es vorerst keine Rodungs- oder Pflegearbeiten geben. Anlieger hatten sich beklagt.

Freitag, 12.01.2018, 18:01 Uhr

Vorerst werden auf der Grünfläche im Telgter Süden, auf der eine neue Kita entstehen soll, keine Rodungs- und Pflegearbeiten stattfinden. Das sicherte der Bürgermeister den Anliegern zu, nachdem diese gegen eine solche Maßnahme interveniert hatten. Foto: Große Hüttmann

Vorerst wird es auf der städtischen Ausgleichsfläche im südlichen Bereich der Georg-Muche-Straße keine Rodungs- oder Pflegearbeiten geben: Das hat Bürgermeister Wolfgang Pieper jetzt schriftlich zugesichert, nachdem Anwohner Bedenken geäußert hatten. Die Anlieger kritisierten, dass das Bauleitplanverfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sei.

Die Verwaltung hatte nach eigenen Angaben einerseits Gehölzpflegemaßnahmen auf dem Areal geplant, zudem sollten im Hinblick auf den geplanten Kindergarten – der nach Möglichkeit im Sommer 2019 seinen Betrieb aufnehmen soll – an dieser Stelle nach Angaben von Baubereichsleiter Reinhold Ginski „erste vorbereitende Maßnahme“ stattfinden.

Andrea Wessel, Anliegerin im Telgter Süden, hatte – nachdem sie von den geplanten Maßnahmen erfahren hatte – ihre Bedenken schriftlich an Ratsmitglieder und die Verwaltung geschickt.

In der Mail heißt es unter anderem: „Da seit dem 8. Januar die Offenlegung zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zum Bebauungsplanverfahren für die Kita vorliegt und es sich derzeit noch um eine Ausgleichsfläche für das Wohngebiet Grüner Grund handelt, bitte ich von sämtlichen Maßnahmen Abstand zu nehmen, die in irgendeiner Form Einfluss auf die besagte Fläche und auf die Überprüfung der von ihnen eingeholten Gutachten haben könnten.“

Sie bezeichnet die geplanten Maßnahmen in ihrem Schreiben als bedenklich. Denn bei der Ausgleichsfläche handele es sich laut Umweltgutachten um ein Habitat unter anderem für diverse Vögel und Amphibien.

Wolfgang Pieper betont in seiner Antwort an die Anliegerin, dass es aus seiner Sicht und aufgrund der Beschlusslage des Rates unstrittig sei, dass auf dieser Fläche eine Kita entstehen solle. Dennoch habe die Anwohnerin recht, dass ein vorzeitiges Freiräumen des Baufeldes nicht sinnvoll sei, solange das laufende Bauleitplanverfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sei.

Während im Telgter Süden die geplanten Maßnahmen gestoppt wurden, werden erste vorbereitende Rodungsarbeiten in den nächsten Tagen am Fürstendiek erfolgen. Dort ist, wie berichtet, die Errichtung eines weiteren Kindergartens geplant. Dieser soll möglichst im Sommer eröffnen.

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