Telgte
Es ist kein sicheres Ei

Donnerstag, 12.05.2011, 12:05 Uhr

Telgte - Die Unfallentwicklung im Orkottenkreisel macht den Ordnungsbehörden weiterhin Sorgen. In 2010 hat es dort fünf Unfälle mit Leichtverletzten gegeben; jedes Mal waren Radfahrer beteiligt. In diesem Jahr waren es bisher zwei, wobei ein Radfahrer verletzt wurde.

Diese Zahlen, die am Mittwoch auch die Unfallkommission des Kreises beschäftigten, bestärken das Straßenverkehrsamt in seiner Einschätzung, dass etwas getan werden muss. Was genau, steht schon seit einiger Zeit fest. Die bisher erlaubte Gegenläufigkeit des Radverkehrs an der Westseite des Kreisels und an der gesamten Wolbecker Straße wird aufgehoben. Eine entsprechende Anordnung aus Warendorf ist ergangen. Die Umsetzung obliegt dem Landesbetrieb Straßen.NRW.

Eigentlich sollte sie bis zu den Sommerferien über die Bühne gegangen sein. Die Angelegenheit verzögert sich aber. „Uns liegt erst seit einigen Tagen der Landesstraßenhaushalt vor“, so Heinrich Lütke Wenning. Und die reichlich löchrige Wolbecker Straße soll zunächst auf einem rund 150 Meter langen Teilstück saniert werden, ehe ein Angebotsstreifen für Fahrradfahrer dort eingezeichnet wird. Zu 90 Prozent werde die Deckschicht in diesem Jahr erneuert, so Lütke Wenning. Die Neuregelung für die Radfahrer wird aber nicht mehr bis zum Beginn des neuen Schuljahres greifen. Sehr zum Bedauern des Straßenverkehrsamtes, das Wert auf eine Verkehrserziehung der Schüler legt, die diesen Abschnitt zu Hunderten befahren.

Als neue Unfallschwerpunkte in Telgte haben sich die Kreuzung bei Brandhove und die Einmündung B 51/K 19 herauskristallisiert. Vielen ist noch der schreckliche Unfall im vorigen September bei Brandhove in Erinnerung, als ein Einsatzwagen der Bundespolizei in hoher Geschwindigkeit mit einem Transporter kollidierte. Davon abgesehen hat es aber vergleichsweise häufig gerummst, wenn Linksabbieger aus der Westbeverner Straße auf den Geradeausverkehr aus Richtung Westbevern trafen. Man wolle mit dem Landesbetrieb klären, ob sich die Ampelsteuerung optimieren lasse, so Herbert Gottwald, Leiter des Straßenverkehrsamtes. Eine Sichtbehinderung sei eigentlich nicht erkennbar.

Das ist in Raestrup anders. Dort kann nicht gut die Bundesstraße einsehen, wer von der Kreisstraße 19 nach links in Richtung Telgte abbiegen will. Die Unfallzahlen belegen das. Auch hier soll der Landesbetrieb schauen, wie sich die Sicherheit erhöhen lässt. Wirklich lösen wird sich das Problem wohl erst, wenn die Einmündung durch einen beschrankten Bahnübergang gesichert wird.

An der Kreuzung B 51/Klatenbergweg sowie in einer Kurve auf der Alvers­kirchener Straße in Höhe Abzweig Flugplatz hat sich die Unfallentwicklung in den letzten anderthalb Jahren hingegen entspannt.

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