Tractor Pulling in Füchtorf
Regen sorgt für vorzeitigen Abbruch

Füchtorf -

Das spektakuläre Tractor Pulling in Füchtorf ist eine Veranstaltung, die stark von den Witterungsbedingungen abhängt.

Sonntag, 28.04.2019, 20:10 Uhr
Qualmende Boliden: Einige PS-Giganten hinterließen eine riesige Qualmwolke, die weit über Füchtorf zu sehen war. Darüber hinaus gab es spektakuläre Duelle und eine Vielzahl an Full Pulls. Foto: Marion Bulla

Am Samstag, wo die Gardenpuller an den Start gingen, regnete es wie aus Eimern auf die Lehmbahn der Füchtorfer Hörstkamp-Arena. Immer wieder musste an diesem Tag die Bahn mit Folie abgedeckt werden. Das sah am Sonntag, an welchem die großen Traktoren konkurrierten, viel besser aus. Auch wenn sich der Himmel ab und an verdunkelte, so zog der Regen an Füchtorf vorbei. Ja, zunächst. Die meisten Läufe konnten die Motorsportfans trockenen Fußes erleben. Doch zum Leid der rund 10 000 Besucher kam kurz vor den letzten Pulls ein Starkregen, der dafür sorgte, dass die beliebte Veranstaltung vorzeitig abgebrochen werden musste. „Der Regen war jetzt einfach zu stark. Die Folie konnte die Feuchtigkeit nicht mehr abhalten, und das ist ein zu großes Risiko für manche Motoren der Teams“, erklärte Tobias Hörstkamp . Besonders sein Vater Heinz-Josef Hörstkamp bedauerte das verfrühte Ende. Der Senior hätte gerne noch einmal als Pilot des Green Monsters in der 3,5-Tonnen-Klasse gezeigt, was in ihm steckt. „Das war mir leider nicht vergönnt. Vielleicht nächstes Jahr“, bemerkte der erfahrene Puller, der seit mehr als drei Jahrzehnten die Pullerszene beherrscht.

Tractor Pulling 2019

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  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
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  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla
  • Impressionen vom Tractor Pulling in der Hörstkamp-Arena Foto: Marion Bulla

Zuvor gab es aber viel zu sehen für die Fans. Das Tractor Pulling in Füchtorf zählt inzwischen zu einer der größten und beliebtesten Veranstaltungen in ganz Europa. Das zeigte sich am vergangenen Wochenende auch an der Zahl der Zuschauer. Gut gelaunt genossen die rund 20 000 Besucher an beiden Tagen das imposante Spektakel der PS-Giganten. Es qualmte, röhrte und dröhnte über dem idyllischen Dorf. Manchmal brannte es auch, sodass die Feuerwehr, die wie immer bestens vorbereitet war, mit Blaulicht anrücken musste.

So wie bei „Wingsprayer Rocket Science“. Die Niederländer hatten ihren Boliden gerade erst neu aufgebaut. Er schaffte in der 2,5-Tonnen-Klasse im ersten Lauf auch einen sagenhaften Pull von 97,25 Metern, doch beim zweiten Start zerriss es ihn. „Das war der Wahnsinn. Er war so stark wie noch nie. Doch nun ist der Tractor völlig zerstört“, sagte Moderator Ulf Schnackenberg und zeigte erschüttert auf eine Vielzahl von Kolbenteilen, die auf dem Boden verteilt lagen. Das ist natürlich für das Team eine Katastrophe.

Die Lokalmatadoren um Tobias Hörstkamp waren da erfolgreicher. Nicht nur siegten die Füchtorfer in dieser Klasse, auch in der Königsdisziplin, der 4,2-Tonnen Klasse und damit dem Eurocup-Lauf, waren die amtierenden Europameister erfolgreich und holten mit dem Green Fighter hinter „Komeco Simply Irrestible“ aus der Niederlande den Silbertitel. Ein zweiter Rang, der sie stolz macht. „Es läuft ziemlich gut“, meinte der Junior zufrieden. Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten.

Es gab wie gewohnt jede Menge spannende Duelle. Manchmal fehlten nur wenige Zentimeter zum Sieg. Das Team „De Jong Special“ musste sich etwa mit Platz zwei begnügen, nur, weil ihr Bolide zwei Meter weniger als der Mitas zurücklegte. Nun, so ist Motorsport eben.Bei „Blue Trouble“ waren es sogar nur 41 Zentimeter, die dem Team zum Sieg in der 3,6 Super Sport-Klasse vor Mr. Black verhalf.

Alles in allem war es ein Wochenende, dass sich trotz des nicht wirklich optimalen Wetters für die Pullerfans gelohnt hat.

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