Hsing-Ping Huang zu Gast bei Familie Wicke
Bereicherung der Weihnachtszeit

Sassenberg -

Hsing-Ping Huang ist bei der Familie Wicke eingezogen und hat gemeinsam mit ihnen das Weihnachtsfest gefeiert. Die 19-jährige Studentin aus Taiwan absolviert an der Uni Münster derzeit ein Auslandsstudienjahr und ist ansonsten Germanistik-Studentin in China.

Dienstag, 26.12.2017, 00:12 Uhr

Ein Besuch in Warendorf gehört natürlich zum Programm dazu. Tochter Indira Wicke (12 Jahre ) und Gasttochter Hsing-Ping Huang (19 Jahre) vor dem großen Weihnachtsbaum..
Ein Besuch in Warendorf gehört natürlich zum Programm dazu. Tochter Indira Wicke (12 Jahre ) und Gasttochter Hsing-Ping Huang (19 Jahre) vor dem großen Weihnachtsbaum.. Foto: privat

Bis zum 6. Januar wird sie die Weihnachtszeit bei der Familie Wicke verbringen, denn der Weg nach Hause ist einfach zu weit. Und die Wickes empfinden es als Bereicherung, auf multikulturelle Art und Weise die Weihnachtszeit zu verbringen. Schließlich machen sie das nicht zum ersten Mal.

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Familienmitgliedchaft auf Zeit

Hsing-Ping ist bereits die vierte Studentin, die die Familie über Experiment e.V. für einige Wochen aufnehmen wird. Die gemeinnützige Austauschorganisation vermittelt seit über 50 Jahren in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt internationale Gäste (Schüler, Studierende oder auch Berufstätige) für unterschiedliche Zeiträume (von einer Woche bis hin zu einem ganzen Schuljahr) in Gastfamilien. Das Herzstück der Experiment e.V. Programme ist letztlich das Gastfamilienaufenthalt – eine Familienmitgliedschaft auf Zeit also. Besonders beliebt für diese Art von Austausch ist die Zeit über Weihnachten und Silvester.

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Die Erfahrungen der Wickes mit diesem Angebot waren bislang durchweg positiv. „Unsere Kinder hatten ein Grundinteresse im Hinblick auf ein Austauschprogramm. Als ich dann 2015 kurz vor Weihnachten ein Inserat von Experiment e.V. in der Tagespresse las, habe ich sofort reagiert“, berichtet Renate Wicke. Und dabei hatte sie nicht zuletzt auch die Tatsache im Kopf, dass die Töchter Tabea (17 Jahre) und Indira (zwölf Jahre) beide die chinesische Sprache im Rahmen eines Sprachkurses in Münster erlernen. Ein Chance, eben diese Sprache auch mal in all ihrer Lebendigkeit zu erleben, so dachte Renate Wicke.

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Chinesisch unterm Weihnachtsbaum

Und tatsächlich – die Rechnung ging auf: Jinxin Liu wurde über die Weihnachtstage 2015 bei den Wickes zum Familienmitglied auf Zeit. Sie kam aus Shanxi, einer Provinz in China nahe der Stadt Peking. Und sie genoss ihre Zeit in Sassenberg in vollen Zügen – mit dem gemeinsamen Spielen mit den Töchtern Tabea und Indira aber auch mit dem siebenjährigen Sohn Sander. Auch in der Küche hat Jinxin gerne geholfen.

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Gemeinsame Ausflüge gehören dazu

Der eine oder andere Wortwechsel mit den Töchtern wurde sogar in chinesischer Sprache ausgetauscht – vorwiegend sollte Jinxin Liu aber Deutsch lernen, zumal sie damals noch ihre Deutsch-Sprachkurse in Dessau absolvierte, um dann in Deutschland zu studieren. „Wir sind eigentlich als ganze Familie grundsätzlich interessiert an einem guten Kontakt mit unserem Gast“, erläutert Renate Wicke. Ausflüge in die Umgebung – ob ein Besuch in Warendorf, auf Schloss Harkotten oder Schloss Nordkirchen – je nach Wetterlage und Lust und Laune des Gastes haben die Wickes so einiges im Repertoire.

Solch ein Austausch bringt immer etwas.

Renate Wicke

Auch auf Hsing-Ping Huang warten sicher einige Überraschungsangebote. „Solch ein Austausch bringt immer etwas, man kann einfach voneinander lernen, selbst, wenn sicher nicht alle Gäste, die wir bislang hatten gleich offen waren“, zieht Renate Wicke Bilanz. Wenn sie aber an Weihnachten 2015 zurückdenkt, dann war es für die ganze Familie eine tolle Erfahrung, an Heiligabend nicht nur mit dem Gast aus China, sondern damals auch noch mit einer Flüchtlingsfamilie aus Syrien gemeinsam zu kochen. „Wir haben durch alle Regionen gekocht und vieles gekostet“, so Renate Wicke.

Raclette und andere Klassiker

Grundsätzlich möchte die Familie aber ihren Gästen über Weihnachten gerne die eigene Linie mit Raclette und den Klassikern rund um die Weihnachtstage vermitteln. Kontakt besteht zu Jinxin Liu und auch zu ihrer Nachfolgerin im Jahr 2016, Mandy Qu noch immer. Und natürlich ist die Tür bei Familie Wicke für die ehemaligen Gäste aus Asien auch stets offen.

Positive Bilanz

Alles in allem fällt die Bilanz der Familie Wicke sehr positiv aus, wenn es um einen Gast aus einem fernen Land gerade über die Weihnachtstage geht: „Wer sich nicht ganz sicher ist, ob ein Austauschprogramm tatsächlich das Richtige ist, für denjenigen ist diese Art der Vermittlung eigentlich ideal, weil es eben eine Vermittlung mit so vielen Ländern gibt und man vor allem zeitlich von wenigen Tagen bis hin zu einem längeren Aufenthalt auswählen kann“, erläutert Renate Wicke. Aber jetzt beginnt für die Wickes ja erst einmal die hoffentlich schöne Zeit mit Hsing-Ping Huang.

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