Adventsfeier im Offenen Treff Füchtorf
Handys ausdrücklich erwünscht

Füchtorf -

Als Simon Potthoff auf der Gitarre Leonard Cohen‘s „Hallelujah“ anschlug, wurde es beim vorweihnachtlichen Offenen Treff im Pfarrheim einen Moment lang richtig besinnlich.

Donnerstag, 21.12.2017, 11:12 Uhr

Für viele Flüchtlinge eine ganz neue Erfahrung zur Weihnachtszeit: Der Nikolaus besuchte die internationale Feier im Offenen Treff das erste Mal..
Für viele Flüchtlinge eine ganz neue Erfahrung zur Weihnachtszeit: Der Nikolaus besuchte die internationale Feier im Offenen Treff das erste Mal.. Foto: Ulrike von Brevern

Geflüchtete und Füchtorfer fielen im kräftigen Chor in den Refrain mit ein, wiegten sich im Kreis gemeinsam zu der eingängigen Musik. Beim traditionellen Friedensgebet hatten es Martina Wiegert vom Caritasausschuss und Achmed al Achmed als Übersetzer dann schon deutlich schwerer, den fröhlichen Lärm zu übertönen. Kein Wunder: Zum ersten Mal machte es sich so richtig bemerkbar, dass in diesem Jahr mehrere Familien nach Füchtorf nachziehen durften.

Rund 80 große und kleine Gäste konnten Alexandra Pundsack und Martina Wiegert von der Füchtorfer Flüchtlingshilfe zur internationalen Adventsfeier begrüßen. Auch der Nikolaus, alias Sven Mulder, hatte sich angesichts der vielen Kinder zum ersten Mal auf den Weg gemacht. „Die Menschen in Füchtorf und Umgebung freuen sich so, dass ihr jetzt hier wohnt“, begrüßte er die Neubürger herzlich.

Sein Auftritt begeisterte nicht nur die Kleinen. Gutmütig stellte er sich nach der Bescherung noch für ungezählte „Selfies mit Nikolaus“ gerade auch Erwachsenen zur Verfügung.

Überhaupt die Handys. Die waren in diesem Fall ausdrücklich erwünscht, denn schon im Vorfeld hatten die Flüchtlingshelfer die Texte typischer deutscher Weihnachtslieder in ihre Facebook-Gruppe gestellt, damit alle gemeinsam singen konnten. Schließlich gehört zur Integration auch ein bisschen kulturelles Wissen dazu.

Die Kinder konnten sich im Verlauf des Abends noch über weitere Geschenke freuen. Der kleine Muk der Mutter- und Kind-Hilfe hatte seine Bestände durchforstet und einige verheißungsvolle Päckchen gepackt. Die Großen dagegen freuten sich an der freundschaftlichen Stimmung und daran, Menschen zu treffen, die sie zum Teil schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatten. Auch Geflüchtete, die inzwischen lange nicht mehr in Sassenberg wohnen, nahmen die Adventsfeier zum Anlass, wieder einmal beim Offenen Treff vorbeizuschauen. Der steht auch weiterhin Alt- und Neu-Füchtorfern alle zwei Wochen montags ab 18 Uhr im Pfarrheim offen.

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