Ostbeverner Gotteshaus bleibt geschlossen
Vandalismus in St. Ambrosius

Ostbevern -

Am zweiten Tag in Folge wurde Ostbeverner Ambrosius-Kirche von bislang unbekannten Tätern verwüstet. Die Folgen sind kaum zu übersehen. Als Konsequenz daraus bleibt das Gotteshaus bis zum Ende der Sommerferien außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen.

Dienstag, 20.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 13:54 Uhr
Pfarrer Marco Klein betrachtet den Bergkristall, aus dem ein Stück herausgebrochen worden ist. An mehreren Stellen verunstalten bunte Farbflecken die Kirchenwände von St. Ambrosius. Foto: Flockert

Pfarrer Marco Klein ist „entsetzt und traurig“. Denn zum zweiten Mal wurde die St.-Ambrosius-Kirche von bislang unbekannten Personen verwüstet. Als Konsequenz daraus bleibt das Gotteshaus bis zum Ende der Sommerferien außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen. „Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen“, sagt der Geistliche, er sei angesichts von zwei Vorfällen innerhalb von zwei Tagen seiner Meinung nach aber „leider unumgänglich“ gewesen. Die Entscheidung hat der leitende Geistliche übrigens nicht alleine getroffen, sondern sich zuvor mit verschiedenen Gremienvertretern kurzgeschlossen. Auch die seien angesichts der Vorfälle entsetzt.

Während am Sonntag zwischen 16 und 18 Uhr ein mit einem Bergkristall verziertes Lesepult schwer beschädigt, Leuchter umgeworfen und mitgebrachte Getränke auf dem Fußboden ausgeleert wurden, beschädigten der oder die Unbekannten am Montag nach Polizeiangaben in der Zeit zwischen 13 und 18 Uhr einen Mikrofonständer und warfen eine bunte Schleimmasse an die Wände des Gotteshauses.

Was sich zuerst vergleichsweise undramatisch anhört, da es sich um eine bei Kindern sehr beliebte Spielmasse handelt, hat vermutlich einen immensen Schaden verursacht. Denn nach Angaben von Fachleuten besteht die große Gefahr, dass durch den Schleim, der teilweise in vier bis sechs Metern Höhe an den Wänden klebt, der Anstrich in der Kirche geschädigt worden ist. Am Dienstag war bereits ein Maler im Gotteshaus, um möglichst schnell die Spuren dieses Vandalismusfalles zu beseitigen. Im schlimmsten Fall, das sei bereits signalisiert worden, müsse die Kirche zumindest in Teilbereichen einen neuen Innenanstrich bekommen. Dafür wäre dann schnell ein fünfstelliger Betrag fällig.

Die Polizei, die bereits am Sonntag bis in die späten Abendstunden hinein Spuren in der Kirche gesichert hatte, bittet Zeugen oder Personen, die im Umfeld der Kirche verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter ✆  0 25 81/94 10 00 zu melden. Auch wenn derzeit durch die Hütten des Sommersandkastens die Eingänge zum Gotteshaus schlecht oder kaum einsehbar sind, hoffen die Ermittler auf Hinweise. Spuren werden derzeit auch an einer Bierflasche gesichert, die in einem der Beichtstühle gefunden wurde.

Der Vandalismus in der Kirche ist kein Einzelfall: Wie mehrfach berichtet, gab es in den Sommerferien an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet ähnliche Fälle. Die Kommune hatte daraufhin sogar einen Sicherheitsdienst engagiert.

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