Wenig Interesse an einem Teilauto
„Biberflitzer“ wartet auf Nutzer

Ostbevern -

Die erste Bilanz des Teilautos für Ostbevern fällt ernüchternd aus. Der „Biberflitzer“ wird nur selten nachgefragt. Die Anbieter hoffen, dass sich das ändert und Bürger noch einmal nachrechnen, ob sich das klimafreundliche Fahrzeug als Ersatz für den Zweitwagen lohnt.

Sonntag, 04.08.2019, 06:00 Uhr
Dieser Parkplatz für das Teilauto neben dem Rathaus-Neubau wird aufgrund von Baumaßnahmen vorrübergehend gesperrt. Der „Biberflitzer“ (kl. Foto) ist ab Montag an der Ladestation an der Rathausnebenstelle, Erbdrostenstraße 2, zu finden. Foto: Marion Fenner

Sich den Zweitwagen sparen und stattdessen bei Bedarf gelegentlich ein sogenanntes Teilauto zu fahren, ist in vielen Orten ein beliebtes Angebot. Doch nicht überall kommt das wirklich an. Der kleine Renault Zoe, der in Ostbevern genutzt werden kann, verbringt oft sein Dasein in der Parklücke an der Elektro-Ladesäule auf dem Parkplatz neben dem Rathaus-Neubau.

„Die Nachfrage nach diesem Teilfahrzeug ist sehr verhalten“, umschreibt Sylvia Niedziella vom regionalen Carsharing-Anbieter „Teilautos“ die Situation. Eine Erklärung für das geringe Interesse am sogenannten „Biberflitzer“ hat sie nicht. In anderen, durchaus vergleichbaren Orten, sei die Nachfrage nach Teilautos recht groß, sagt Sylvia Niedziella. In Everswinkel werde derzeit sogar überlegt, ein zweites Auto anzuschaffen, da das Fahrzeug dort sehr viel genutzt werde.

Tarifmodelle

Gerade angesichts der aktuellen Klimaschutzdiskussion sei es doch durchaus eine Überlegung wert, den Zweitwagen abzuschaffen und für Gelegenheitsfahrten ein gemietetes Elektroauto nutzen zu können, sagt die Mitarbeiterin der Firma „Teilautos“. „Wir bieten verschiedene Tarife an“, erklärt sie. So gebe es einen Gelegenheitstarif für Personen, die das Auto nur für etwa 400 Kilometer im Jahr benötigten. Der Normaltarif richte sich an Nutzer, die etwa drei Mal pro Woche ein Auto bauchen und etwa 1300 Kilometer im Jahr zurücklegen. Wer noch öfter Interesse an einem Teilauto habe, der könne auf den Vielfahrertarif zurückgreifen, so Sylvia Niedziella. In allen Fällen werde eine Grundgebühr fällig. Dazu komme eine Kilometerpauschale, die bei Vielfahrern geringer sei, als bei Gelegenheitsnutzer. Dafür sei die Grundgebühr bei den Vielfahrern höher angesetzt. Ein weiterer Tarif richtet sich an die Inhaber eines Führerscheins auf Probe.

Reichweite

Das Auto habe eine Reichweite von 250 Kilometern, „das sollte für die meisten Fahrten reichen“, ist die Expertin überzeugt. Wer keine flexiblen Termine habe und zu festen Zeiten das Auto buchen will, könne über das Internet auch länger im Voraus vorbestellen, berichtet Sylvia Niedziella weiter. Grundsätzlich sei die Buchung nicht kompliziert. Das Unternehmen „Teilautos“ startet jetzt noch einmal eine Werbeaktion in Ostbevern für das Carsharing. „Wir haben Flyer mit einer Gutscheinaktion verteilt, um die Bürger an das Angebot zu erinnern.“

Neuer Standort

„Ein Teilauto rechnet sich“, betont Sylvia Niedziella. „Bei einer Fahrleistung von bis zu 10 000 Kilometern im Jahr – das entspricht etwa 800 Kilometern im Monat oder drei Fahrten in der Woche – ist das Carsharing-Fahrzeug im Vergleich zum privaten Pkw deutlich günstiger.“ Und noch einmal zum Thema Klimaschutz: „Ein Teilauto kann vier bis acht Autos ersetzen.“

Ab der kommenden Woche ist der „Biberflitzer“ wegen Bauarbeiten auf der Straße „Am Rathaus“ vorrübergehend an der Ladestation an der Rathausnebenstelle, Erbdrostenstraße 2, zu finden.

Zum Thema

Wer Fragen rund um das CarSharing-Angebot hat findet Informationen auf der Internetseite oder kann die Firma „Teilautos“ unter '  0 25 21/8 21 33 14 oder per E-Mail unter „kontakt@teilautos.de“ kontaktieren.   | www.teilautos.de

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