Infoabend Diabetes
Viel mehr als eine Typ-Frage

Ostbevern -

Die Selbsthilfegruppe für Schwerhörige lädt in Ostbevern zu einem Infoabend mit der DDB-Diabetes-Lotsin Gudrun John als Referentin ein.

Sonntag, 07.04.2019, 08:00 Uhr
Die Selbsthilfegruppe für Schwerhörige lädt zum Themenabend „Diabetes“ ein. Foto: dpa

Die Selbsthilfegruppe für Schwerhörige lädt alle Interessierten und Mitglieder ein, am Themenabend „Diabetes“ gemeinsam über die „Stärkung von Gesundheitsbewusstsein und Eigenverantwortung“ zu sprechen. Als Referentin wird die DDB-Diabetes-Lotsin Gudrun John zu Gast sein.

Weltweit sind immer mehr Menschen von Diabetes betroffen, zunehmend Jüngere, heißt es in der Ankündigung. Während sich Diabetes Typ 2 durch Ernährungsumstellung, deutliche Gewichtsabnahme und Sport lindern oder sogar heilen lässt, müssen Typ-1-Diabetiker ihr Leben lang mehrmals am Tag Insulin spritzen und die Blutzuckerwerte überprüfen.

Gerade bei kleinen Kindern ist dies eine Prozedur, die Eltern und Betreuer vor große Herausforderungen stellt und das Leben der kleinen Patienten einschränkt.

Acht bis zehn Mal am Tag Blutzucker messen, auswiegen, was das Kind essen darf, den Katheter der Insulinpumpe nachjustieren, wenn er sich beim Spielen oder Hinfallen verschoben hat. Sogar nachts überprüfen Eltern oft den Blutzuckerwert aus Angst, ihr Kind könnte unterzuckert sein und ins Koma fallen.

Weniger bekannt ist, dass übergewichtige Typ-1-Diabetiker einen „Doppeldiabetes“ entwickeln können. Die Folgen sind schwankende Blutzuckerwerte und ein steigender Insulinbedarf.

Hier hilft nur: Gewicht reduzieren und sich mehr bewegen, damit die Insulinresistenz durchbrochen wird und sich die Insulinempfindlichkeit wieder verbessert. Oder, noch besser: es gar nicht so weit kommen lassen. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 sollten daher mit einer ausgewogenen Ernährung und einem aktiven Lebensstil den starken Blutzuckerschwankungen vorbeugen.

Die Referentin ist über den Deutschen Diabetikerbund als Lotsin ausgebildet. Durch ihr Wissen und ihre Erfahrung auch als Selbstbetroffene, hilft sie vielen Betroffenen und Angehörigen, sich im Alltag zurechtzufinden. Sie ersetzt aber nicht den Arzt, wird in der Einladung der Selbsthilfegruppe für Schwerhörige angekündigt. Da Gudrun John viele Situationen im Alltag schon mit Diabetes selbst erlebt hat, ist ihre Hilfe zur Selbsthilfe nicht nur theoretisch. Gerne können die Teilnehmer Fragen zu dem Krankenbild stellen.

John wird ihre Erfahrungen und selbst erlebte Problemlösungen weitergeben, damit Betroffene ihren Diabetes akzeptieren und lernen damit umzugehen.

Die Veranstaltung ist für alle Interessierten kostenfrei und findet am Mittwoch, 10. April, um 19 Uhr im Kaminzimmer des Edith-Stein-Hauses statt.

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