Generalversammlung von VIBO
Der Mensch steht im Mittelpunkt

Ostbevern -

Der Verein zur Förderung der Inklusion für Menschen mit Behinderung in Ostbevern kümmert sich nicht nur um die aktuellen Belange und Nöte von Menschen, sondern denkt auch schon an zukünftige Herausforderungen und wie diese gemeistert werden könnten.

Samstag, 07.04.2018, 08:04 Uhr

Das Thema „Menschen mit Behinderung im Alter“ steht im Mittelpunkt der VIBO-Generalversammlung am 19. April. Die Vorsitzende Elisabeth Wiegmann und Vorstandsmitglied Thomas Empting erhoffen sich davon nicht nur viele Informationen, sondern wollen zugleich einen Denkanstoß geben. Foto: Große Hüttmann

Ein Vorreiter ist VIBO, der Verein zur Förderung der Inklusion für Menschen mit Behinderung in Ostbevern, in den knapp drei Jahrzehnten seines Bestehens schon oft gewesen. Am Donnerstag, 19. April, anlässlich der Generalversammlung soll das wieder der Fall sein, denn dann steht das Thema „Menschen mit Behinderung im Alter“ im Mittelpunkt der Zusammenkunft.

Dann sollen Interessierten nicht nur Informationen rund um das Thema vermittelt werden, sondern das Ganze könnte, so die Idee der Vorsitzenden Elisabeth Wiegmann, zugleich der Auftakt für eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema sein – nicht allein im Verein, sondern weit darüber hinaus. Bewusst richtet sich die Einladung daher an alle Interessierten.

Dass das Ganze ein großes Thema ist, steht für die VIBO-Vorsitzende und Thomas Empting, Leiter des Lorenz-Wertmann-Hauses und Vorstandsmitglied im Verein, außer Frage. „Wir merken immer wieder in Gesprächen gerade mit Eltern behinderter Kinder, dass diese sich Gedanken über die Zukunft ihrer Kinder machen“, sagt die Vorsitzende. Was kommt nach der Zeit in der Behindertenwerkstatt oder nach dem Tod der Eltern, sei eine Frage, die viele beschäftige, zugleich aber auch gerne an die Seite geschoben werde.

Für ein Impulsreferat zu diesem Thema hat VIBO Herbert Kraft, Vorstandssprecher des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf, gewinnen können. Der Experte wird nicht nur aktuelle Zahlen präsentieren, sondern auch mögliche Wege aufzeigen.

Ein Beispiel zeigt nach Angaben von Thomas Empting die Bedeutung des Themas. Derzeit sind von den insgesamt 25 Bewohnern des Lorenz-Wertmann-Hauses elf im Rentenalter. „Wir haben in den vergangenen Jahren verschiedene Konzepte dafür entwickelt“, sagt der Experte. Denn das Ganze sei nicht nur für einzelne Familien, sondern auch für viele Einrichtungen eine Herausforderung.

Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist dabei eine klare Tagesstruktur. „Analog zu einem anderen älteren Menschen sind hier feste Zeiten von großer Bedeutung“, erläutert Empting.

Doch nicht nur darüber soll an diesem Abend gesprochen werden, sondern auch über die verschiedene finanziellen Hilfen. Denn, auch das wird im Vorgespräch schnell deutlich, eine Art „Förderdschungel“ macht es vielen betroffenen Eltern nicht gerade leicht, die passende Unterstützung zu finden.

Die Veranstaltung findet am 19. April um 19.30 Uhr in der Gaststätte Finke statt und ist offen für alle Interessierten.

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