„Plant for the planet“-Akademie in Ostbevern
Spatenstich für mehr Umweltschutz

Ostbevern -

Die SPD-Fraktion will eine „Plant for the planet“-Akademie in Ostbevern etablieren.

Samstag, 10.02.2018, 11:02 Uhr

Das Projekt „Plant for the Planet“ geht von Kindern und Jugendlichen aus, die ihren Planeten auch dann noch lebenswert finden wollen, wenn sie erwachsen sind.
Das Projekt „Plant for the Planet“ geht von Kindern und Jugendlichen aus, die ihren Planeten auch dann noch lebenswert finden wollen, wenn sie erwachsen sind. Foto: Plant for the planet

Bereits im vergangenen Ausschuss für Bildung, Generationen und Soziales war von der SPD-Fraktion der Antrag gestellt worden, das Projekt „Plant for the Planet“ (Pflanzen für den Planeten) in Ostbevern zu realisieren und eine Akademie auszurichten. Kam die Grundidee bei allen im Rat vertretenden Fraktionen insgesamt gut an, wollten diese doch die Idee erst weiter reifen lassen, bevor entsprechenden Gelder bereitgestellt werden.

Mittlerweile hat sich die SPD noch einmal zusammengesetzt, und das Konzept weiter ausgearbeitet. „Das Arbeitsprogramm für unsere Aktion ‚Plant for the Planet in Ostbevern‘ sieht vor, dass wir mit den einzelnen Handlungsschritten auf die anderen Fraktionen zugehen und sie fragen, ob und, wenn ja, bei welchen Punkten sie mitmachen würden“, erklärt Heinz-Josef Zumhasch von der Fraktion. „Wir werden diese Gespräche schon sehr bald führen.“

Die Genossen sind sich aber bewusst, dass sie für ein solches Projekt nicht nur in der Politik, sondern auch viele verschiedene Akteure außerhalb des Rathauses für die Sache gewinnen müssen. „Von Schulen über Vereine, Jugendgruppen, Umweltgruppen bis hin zu engagierten Bürgern wollen wir alle ansprechen und sie fragen, ob sie bereit wären, auf die eine oder andere Weise die Aktion zu unter-stützen“, so Zumhasch.

Das Projekt selbst ist im Jahr 2007 aus einer Schülerinitiative des damals neunjährigen Felix Finkbeiner entstanden. Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, formuliert Felix seine Vision:
 Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Und so auf eigene Faust einen CO-Ausgleich schaffen, während die Erwachsenen nur darüber reden. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre pro Jahr rund zehn Kilogramm CO, formuliert er seine Ambitionen.

Klaus Töpfer, ehemals Bundesumweltminister und Vorsitzender des United Nations Environment Programme ( UNEP ), übernahm die Schirmherrschaft und der Schüler versprach der UNEP, dass die Kinder in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen werden. Daraus entstand bis heute eine weltweite Kinder- und Jugendbewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen – 15 205 360 750 Bäume sind bereits gepflanzt.

Damit auch die Gemeinde Ostbevern ihren Beitrag für das große Ziel beisteuern kann, soll nun eine Akademie durchgeführt werden. Hier geben Kinder ihr Wissen an andere Kinder weiter und bilden sich so gegenseitig zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus.

Der Plan der SPD ist es, schon in diesem Herbst eine solche Akademie auf die Beine zu stellen. Sie will deswegen in den kommenden Wochen unter anderem klären, welche Schulen sich vorstellen könnten, daran teilzunehmen und wo ein entsprechender Raum sein könnte. Auch das Thema Pflanzflächen, das schon im Ausschuss für reichlich Diskussionsstoff sorgte, soll zeitnah geklärt werden. „Bevor wir die erste Akademie ausrichten, muss noch einiges geklärt werden, das wissen wir. Aber wir sind uns sicher, dass es sich am Ende für uns alle lohnen wird – für jeden einzelnen Bürger sowie für die Gemeinde selbst“, hofft Heinz-Josef Zumhasch auf eine baldige Umsetzung des Projektes.  

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