Partnerschaft Ndaba-Ostbevern
Es geht weiter voran

Ostbevern -

Vertreter des Vereins Partnerschaft Ndaba-Ostbevern waren im Januar wieder in Ruanda und haben sich vom Fortschritt der Projekte überzeugt.

Samstag, 10.02.2018, 11:02 Uhr

Eindrücke aus Ruanda: Bild u.l.: Fidele Nbamyeyezu, Berater des Bürgermeisters, Mathias Abimana, früher Bürgermeister des Distriktes Gisunzu, Margret Dieckmann-Nardmann, Esperance Bagwire, stellvertretende Bürgermeisterin, zuständig für die Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung, sowie Theo Bergermann.
Eindrücke aus Ruanda: Bild u.l.: Fidele Nbamyeyezu, Berater des Bürgermeisters, Mathias Abimana, früher Bürgermeister des Distriktes Gisunzu, Margret Dieckmann-Nardmann, Esperance Bagwire, stellvertretende Bürgermeisterin, zuständig für die Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung, sowie Theo Bergermann.

Routine kann langweilig sein und schlauchen. Sie kann aber auch etwas sehr Spannendes und Aufregendes sein, vor allem dann, wenn nach ihr immer wieder etwas Neues, Ungewisses geschieht. So ist die Reise von Margret Dieckmann-Nardmann und Theo Bergermann , der trotz seines fortgeschrittenen Alters von über 80 Jahren noch immer sehr gerne mit nach Afrika reist, vom Verein Ndaba nach Ruanda auch in diesem Jahr wieder eine Reise voller Überraschungen gewesen. Wie eigentliche jede ihrer Reisen, die sie versuchen einmal im Jahr zu machen.

Während ihrer Tour im vergangenen Monat haben sie sich in erster Linie um die vom Ostbeverner-Verein geförderten Projekte gekümmert und ihren Status Quo überprüft. „Wir schauen und regelmäßig vor Ort um und versuchen, mit möglichst vielen Verantwortlichen zu sprechen“, erklärt Margret Dieckmann-Nardmann. „Bei unserer letzten Reise stand deswegen der Neubau eines Lernzentrums, einer Schule, ein wenig vergleichbar mit unseren Berufsschulen, im Fokus.“ Der Bau, der von dem Verein unterstützt wird, gehe gut voran, ergänzt sie. Mittlerweile seien die drei neu gebauten Klassenräume innen verputzt, in diesen Wochen wird das Glas in die Fenster und Türen gesetzt, und als vierten Klassenraum nutzen die Menschen vor Ort ein bereits bestehendes Gebäude. „Man darf sich das nicht wie eine Ausbildungsstätte in Deutschland vorstellen. Aber für die jungen Menschen vor Ort ist das ein großer und wichtiger Schritt in die Arbeitswelt, und damit in die finanzielle Unabhängigkeit“, erklärt Theo Bergermann, der in den 80er Jahren das erste Mal in Afrika war, für die damalige GTZ – heute GZI.

Während ihres Aufenthaltes hatten Margret Dieckmann-Nardmann und Theo Bergermann auch Kontakt zu diversen politischen Vertretern, mit denen der Verein zusammenarbeitet, beziehungsweise vor Ort das ganze Jahr über vertreten. Diese Vertreter des Sektors auf politischer Ebene, der für die sozialen Belange zuständig ist, hat letztlich auch den Projektantrag erstellt. „In der Regel initiieren unsere Vereinspartner der vier Sektoren Mukura, Mushubati, Rubengera, Rugabana aus den Distrikten Karongi und Rutsiro immer die Projekte. Sie schlagen sie unserem Verein Partnerschaft Ndaba Ostbevern vor, und wir stimmen sie mit ihnen ab. Es ist unseren Partnern, aber auch uns, wichtig, die Menschen vor Ort so eng und viel wie möglich in die Projekte einzubinden. Gleiches gilt für die Verantwortlichen der Sektoren und Distrikte“, führt Dieckmann-Nardmann aus.

Bei dem derzeitigen Großprojekt, dass die beiden Vereinsmitglieder besichtigt haben, steht weit mehr als nur ein Gebäude im Fokus. So würde Valentine Mukase, „planer in charge of development program” und Ansprechpartnerin vor Ort das Projekt nicht nur sehr wertschätzen, weil es für den Sektor und die Ausbildung der rund 25 000 Jugendlichen im Sektor Rugabano von großer Bedeutung sei. Dieses Projekt habe auch Modellcharakter. „Die anderen Sektoren haben ihr Interesse ebenso bekundet und wollen ihren Jugendlichen den Besuch der Schule ermöglichen. Langfristig ist aber angedacht, dass, wenn das Konzept Schule macht, auch an anderen Orten eine solche Lerneinrichtung gebaut wird“, plant die Ostbevernerin schon weiter. Doch bis dahin müssen erstmal noch weitere Spenden gesammelt werden, um das aktuelle Projekt abschließen können. „Es müssten rund 12 000 Euro sein, die wir noch brauchen. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir das auch noch gestemmt bekommen.“ Sie verweist in dem Zusammenhang auf die vielen jungen Menschen, die sie in Ruanda immer wieder trifft, die ihre Ausbildung aber in Europa gemacht haben. „Sie kehren wieder zurück in ihre Heimat und freuen sich, dort Ruanda wieder aufzubauen. Oder wie es einmal eine junge Frau zu mir gesagt hat: Die Menschen in Europa haben ja schon alles. Hier kann ich noch anpacken und was bewegen – und meine Heimat wieder aufbauen.“ 

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