Hospizbewegung bereitet sich auf 25-Jähriges vor
1100 Mitglieder in zehn Städten

Ahlen -

Ganze 23 Mitglieder zählte die Hospizbewegung, als sie am 29. November 1993 als Hospizinitiative Ahlen gegründet wurde. Heute hat der kreisweit tätige Verein mit Sitz in Ahlen 1100 Mitglieder in neun weiteren Städten. Als Letztes kamen 2007 die Lippetaler hinzu.

Freitag, 22.12.2017, 08:12 Uhr

Der Hospizlauf im Nonnengarten in Ahlen mit attraktivem Rahmenprogramm gehört seit 2002 zum festen Programm im Veranstaltungskalender der Hospizbewegung im Kreis.
Der Hospizlauf im Nonnengarten in Ahlen mit attraktivem Rahmenprogramm gehört seit 2002 zum festen Programm im Veranstaltungskalender der Hospizbewegung im Kreis. Foto: Peter Schniederjürgen

Elke Sohst , die seit 2007 im Vorstand mitarbeitet und 2010 das Vorsitzendenamt übernommen hat, erinnert sich an die Anfänge. „Damals haben die Leute noch einen großen Bogen gemacht, wenn sie die lila Farbe an unseren Informationsständen gesehen haben“, erklärt die Telgterin. Sie selbst sei durch einen Todesfall in ihrer Familie auf die Hospizbewegung aufmerksam geworden, erzählt Sohst. Heute sei der Verein weithin bekannt. An dem Grundsatz der Arbeit „Ambulant vor stationär“ habe sich nichts geändert, unterstreicht sie.

Damals haben die Leute noch einen großen Bogen gemacht, wenn sie die lila Farbe an unseren Informationsständen gesehen haben.

Elke Sohst

Das stationäre Hospiz war 2001 im Nonnengarten in Ahlen mit sechs Plätzen eröffnet worden und 2009 mit dem Umbau zum Hospiz- und Palliativzentrum auf acht Plätze erweitert worden. „Hospiz und Palliativversorgung gehören zusammen“, erklärt Erich Lange , Geschäftsführer der Hospizbewegung und zugleich Gründer der Initiative vor 25 Jahren. Heute arbeite man eng mit Ärzten und Krankenhäusern bei der Betreuung von Kranken zusammen, betonen Vorsitzende und Geschäftsführer. Dazu besuchen die Ehrenamtlichen die Patienten auch im Krankenhaus. Im stationären Zentrum kümmern sich 38 haupt- und ehrenamtliche Kräfte um die Bewohner.

Führen die Hospizbewegung: Elke Sohst als Vorsitzende und Erich Lange als Geschäftsführer. Foto: Dierk Hartleb

Führen die Hospizbewegung: Elke Sohst als Vorsitzende und Erich Lange als Geschäftsführer. Foto: Dierk Hartleb

Zum Auftakt des silbernen Jubiläums 2018 lädt die Hospizbewegung am 20. Januar zu einem Neujahrsempfang in die Lohnhalle der Zeche Westfalen ein. „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen“, betont Lange; deshalb habe man bewusst auf große Festreden verzichtet.

Die Hospizgruppen in Beckum, Oelde, Drensteinfurt, Sendenhorst-Hoetmar, Ennigerloh, Telgte, Everswinkel Wadersloh und Lippetal haben über das Jahr verteilt eigene Veranstaltungen mit prominenten Referenten auf die Beine gestellt. So ist am 20. März der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf zu Gast in Oelde und am 24. April ist Ex-Bundesarbeitsminister Franz Müntefering in Drensteinfurt. Daneben gibt es noch Theater, Musik und Lesungen.

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