Brandschutzbedarfsplan
Neue Fahrzeuge für die Wehr unerlässlich

Everswinkel -

Auf die Gemeinde Everswinkel kommen hohe Ausgaben für neue Fahrzeuge für die Feuerwehr zu. Die seien unerlässlich, um die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen des Brandschutzbedarfsplans zu erfüllen, erläuterte die Gemeinde im jüngsten Hauptausschuss.

Samstag, 06.07.2019, 15:00 Uhr

Die Zeiten des „Spritzenhauses“ aus dem Kinderbuch sind lange vorbei. Heute bestimmen komplexe Aufgabenkataloge und immer neue technische Herausforderungen den Alltag der Feuerwehrleute.

Das hat Auswirkungen auf den Raum- und Ausstattungsbedarf, wie Martin Welzel , verantwortlich für die Öffentliche Sicherheit in Everswinkel, am Donnerstag in der Sitzung des Hauptausschusses erläuterte. Auf der Tagesordnung stand der Brandschutzbedarfsplan. „Der regelt die Fragen: Wie viel Feuerwehr brauche ich – und wie stelle ich die Feuerwehr auf, um die gesetzlichen Vorgaben erfüllen zu können“, erklärte Welzel.

Gemeinsam mit der Wehrführung – Frank Becker und Martin Hülsmann – habe man die aktuelle Situation analysiert. Dabei habe sich ergeben, dass in den kommenden Jahren auf jeden Fall Anpassungen nötig sein. Das betreffe zum Beispiel den Einsatzleitwagen in Alverskirchen, der vorzeitig ersetzt werden soll. Das Problem: Die digitale Funktechnisch funktioniert nicht, wie sie soll. „Wir hatten schon die Situation, dass der Einsatzleiter das Fahrzeug verlassen musste, um die Leitstelle überhaupt erreichen zu können“, zeigte Martin Welzel bedenkliche Mängel auf. Das Problem „Digitalfunk“ sei allerdings ein übergreifendes – selbst Münster sei betroffen.

Weiterhin fehlen Mannschaftstransportwagen. „Im Augenblick fahren die Feuerwehrleute den Einsatzwagen zum Teil im Privat-Pkw hinterher, weil es nicht genug Plätze gibt“, schilderte Wehrführer Becker.

Wo möglich, will die Verwaltung Sparpotenziale nutzen, zum Beispiel durch Umbauten an Fahrzeugen. Dennoch ließen die ersten Schätzungen so manches Ausschussmitglied schlucken. Vor allem die erforderliche neue Drehleiter wird ein großes Loch in die Stadtkasse reißen: Rund 650 000 Euro fielen dafür bei derzeitigem Stand an. „Eventuell können wir eine gebrauchte Leiter erwerben. Aber um einen Ersatz werden wir nicht herumkommen“, so Welzel.

Im Zuge der Haushaltsplanberatungen will die Verwaltung aktuelle und detaillierte Zahlen vorlegen.

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