Projektwoche Zirkus an der Grundschule Everswinkel
Manege statt Klassenzimmer

Everswinkel -

Als Clown das Publikum zum Lachen bringen oder es als Zauberer in eine Fantasiewelt entführen: Das steht derzeit für die Kinder der Grundschule Everswinkel auf dem Stundenplan. Bei der Projektwoche dreht sich in diesem Jahr wieder alles ums Motto „Zirkus“.

Mittwoch, 03.07.2019, 08:00 Uhr
Manege statt Schulbank: Ein buntes Abenteuer erleben rund 250 Everswinkler Grundschüler derzeit beim Zirkusprojekt 2019. Ihre Begeisterung steckt Zirkuspädagoge Edgar Hedergott, der das Projekt mit seinem Team betreut, sichtlich an (kl. Foto). Foto: Ines-Bianca Hartmeyer

Warum er ein Clown sein möchte? „Ich bin eh tolpatschig – das passt prima“, grinst der siebenjährige Ilja schelmisch. Und die achtjährige Maja ergänzt: „Ich finde es toll, dass man als Clown alle Leute zum Lachen bringen kann!“

Wie gut, dass der Beruf des Clowns in dieser Woche zum Greifen nah ist für die 256 Kinder der Everswinkeler Grundschule. Ebenso wie der des Artisten, des Fakirs, des Jongleurs oder des Zauberers. Denn die jährliche Projektwoche steht diesmal wieder ganz unter dem Motto „Zirkus“.

Bereits zum vierten Mal werden die Kindern zu Stars der Manege. „Wir führen das Projekt alle vier Jahre durch, damit jedes Kind in seiner Grundschulzeit einmal in den Genuss kommt“, erläutert Grundschulleiter Martin Linnemanstöns . Zum dritten Mal kooperiere die Schule dabei mit der Freien Pädagogischen Initiative Unna und dem Familienzirkus „Sperlich“, der sich vor Jahrzehnten als einer der ersten seiner Zunft auf die Erlebnispädagogik unterm Zirkuszelt spezialisiert hatte. Das Konzept ist leicht erklärt: „Viele Kinder mit den unterschiedlichsten Talenten arbeiten gemeinsam daran, dass ein Gesamtkunstwerk entsteht“, erklärt Linnemannstöns. „Am Ende steht dann eine traumhafte Galavorstellung!“

Zirkuspädagoge Edgar Hedergott bestätigt: „Unsere Erfahrung ist, dass der Funke sofort überspringt!“ 1992 hatte der gelernte Versicherungskaufmann und Betriebswirt die Seiten gewechselt und war vom Büroalltag in die bunte Zirkuswelt eingetaucht. „Mich hat das von Anfang an so fasziniert, dass es mich nicht mehr losgelassen hat“, unterstreicht er. Allerdings habe es eine Weile gedauert, bis die Schulen sich für die Zirkuspädagogik geöffnet hätten. „Seit dem Jahr 2000 läuft das“, weiß Hedergott.

Was kann die Zirkuspädagogik? „Das Projekt fördert die Gemeinschaft und das soziale Engagement“, sagt der Experte. Auch Disziplin sei gefragt: „Hier stehen viele im Mittelpunkt, nicht nur einer – und man muss auch mal auf seinen großen Auftritt warten.“

Was Hedergott und Linnemannstöns besonders schätzen: „Das Projekt bezieht die komplette Schulgemeinschaft mit ein – Kinder, Eltern, Lehrer, Helfer.“ Schon am Sonntag seien 140 Erwachsene beim Aufbau des Zeltes und dem Einstudieren der Nummern eingebunden gewesen. Nach einer Vorführung für die Kinder hatten diese dann am Montag die Möglichkeit, sich für eine der Gruppen zu entscheiden.

So wie Maria, die es zu den Trapezkünstlern gezogen hat. „Ich bin beim Sport an den Ringen sehr gut“, erzählt die Neunjährige stolz. Ihre gleichaltrige Schulkameradin Anna möchte ebenfalls Akrobatin sein: „Ich kann auch sehr gut turnen!“

Jetzt heißt es: Übung macht den Meister – denn bald öffnet sich der Vorhang der Manege!

► Nach der öffentlichen Generalprobe am Donnerstag, 4. Juli, die allerdings schon ausverkauft ist, wird es ernst: Die Vorstellungen laufen am Freitag, 5. Juli, um 14.30 und 17.30 Uhr sowie am Samstag, 6. Juli, um 11 und 14 Uhr. Für die Vorstellungen gibt es noch Restkarten im Sekretariat.

 

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