Sportlerheim-Anbau, IKEK und Dorferneuerung
Ganz neue Förderperspektiven

Alverskirchen -

Erwartungsgemäß und einstimmig hat der Gemeinderat am Dienstagabend den Weg für die DJK Rot-Weiß Alverskirchen freigemacht, das Sportlerheim durch einen Anbau in Eigenregie und auf eigene Kosten zu erweitern. Interessante Begleitmusik: Das Land NRW hat einen Entwurf für ein Dorferneuerungsprogramm 2018 vorgelegt. Und das eröffnet der Gemeinde und privaten Investoren wie dem Sportverein Fördermöglichkeiten, ohne dass zuvor ein „IKEK“ erarbeitet werden muss.

Donnerstag, 22.03.2018, 07:03 Uhr

Politisch gesehen gibt es kein Hindernis mehr für die DJK Rot-Weiß Alverskirchen, das Sportlerheim zu erweitern. Jetzt gilt es für den Verein, die Planung zu konkretisieren und den Bauantrag inklusive Schallschutz-Gutachten auf den Weg zu bringen Foto: Klaus Meyer

Auch vom Kreis her scheinen keine Probleme hinsichtlich der Lärmschutz-Betrachtung durch den Sportlerheim-Anbau zu erwarten zu sein. „Es gibt mittlerweile den Vorabzug einer schalltechnischen Untersuchung“, berichtete Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher über die jüngste Entwicklung. Vom Kreis gebe es demnach scheinbar das Signal, dass man sich den Aussagen der gutachterlichen Stellungnahme anschließen kann. „Das sieht gar nicht so schlecht aus.“

Inzwischen ist ferner Bewegung ins Thema Fördermöglichkeiten gekommen, wie Bürgermeister Sebastian Seidel informierte. Bekanntlich beinhaltet der Haushaltsplan 2018 auch die Position „IKEK“ (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept), die in diesem Jahr ganz verstärkt in den Fokus rücken sollte. Nun hat aber das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW vor wenigen Tagen einen Entwurf für ein „Dorferneuerungsprogramm 2018“ vorgelegt, das allerdings unter dem Vorbehalt des noch zu verabschiedenden Bundeshaushaltes steht. Dieses Programm sehe ein IKEK nicht mehr als Voraussetzung für eine Förderung an, so Seidel.

Ministerin Ina Scharrenbach begründete das Updates fürs Dorferneuerungsprogramm mit den besonderen Herausforderungen, vor denen die ländlichen Räume stünden. „Insbesondere überhöhte bürokratische Auflagen für den Zugang zum Programm schaffen wir ab. Es kommt darauf an, Maßnahmen umzusetzen und nicht viel Zeit und Geld in die Planung zu stecken. Mit dem Dorferneuerungsprogramm 2018 liegt der Fokus der Landesregierung auf Maßnahmen, die die Nutzungsvielfalt, das Erscheinungsbild, die Identität und das Gemeinschaftsleben in den Dörfern und damit die Heimat stärken“, betont sie in einer Pressemeldung. „Da ist viel Musik drin“, freut sich der Bürgermeister schon auf die Perspektiven, die bald in einem Gespräch bei der Bezirksregierung abgeklopft werden soll.

Nutznießer können sowohl die Gemeinde als auch private Investoren sein. Die maximale Förderquote für gemeindliche Projekte würde bei 65 Prozent bzw. höchstens 250 000 Euro, für private Maßnahmen bei maximal 35 Prozent oder höchstens 50 000 Euro liegen. Das eröffnet auch dem Sportverein Möglichkeiten, sich um eine Förderung zu bemühen, machte Seidel deutlich. Auch fürs BTA, das eine Nachnutzung des alten Heitmeier-Hauses verfolgt. Man könne da ja auch „gemeinsam denken“, regte Seidel an. Unterm Strich würde das Dorferneuerungsprogramm 2018 viel schneller die Wege zu Fördermöglichkeiten ebnen, als wenn man zunächst ein IKEK erarbeiten müsste.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5607839?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F
Ein System als Ursache
Im Bahnhofsbereich ist die Verkehrsbelastung täglich hoch. Das Ergebnis sind genervte Autofahrer, die ihren Frust in sozialen Netzwerken zum Ausdruck bringen.
Nachrichten-Ticker