Baustellenbesuch
Vitus-Bad: Arbeiten vor dem Abschluss - Wiedereröffnung am 27. Dezember

Everswinkel -

Münster hat seinen Allwetter-Zoo, Everswinkel ab dem 27. Dezember sein Allwetter-Freizeit-Bad. Um 10 Uhr ist die offizielle Eröffnung, über 100 Tage nach der Schließung Anfang September. Insgesamt 1,1 Millionen Euro haben die Gemeindewerke Everswinkel investiert, in erster Linie in ein neues Dach und eine großzügige Glasfassade. Und – in Deutschland bei Großprojekten nicht immer selbstverständlich – der Zeitplan sowie der Kostenrahmen wurden eingehalten.

Freitag, 22.12.2017, 07:12 Uhr

Alle zeigen sich begeistert vom Verlauf und vom Ergebnis der Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten – vom Bürgermeister über den GWE-Geschäftsführer und das Vitus-Bad-Team bis zum Architekten und den Firmenvertretern.Der Kran für die Dacharbeiten am Vitus-Bad. Ein Bild, das nun der Vergangenheit angehört.
Alle zeigen sich begeistert vom Verlauf und vom Ergebnis der Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten – vom Bürgermeister über den GWE-Geschäftsführer und das Vitus-Bad-Team bis zum Architekten und den Firmenvertretern.Der Kran für die Dacharbeiten am Vitus-Bad. Ein Bild, das nun der Vergangenheit angehört. Foto: Susanne Müller

„Der federführende Architekt Markus Schöfbeck aus Ostbevern und alle beteiligten Handwerker haben gute Arbeit geleistet“, betonte Hermann-Josef Jansen , Geschäftsführer der GWE, bei einem letzten Baustellenrundgang vor der Wiedereröffnung nach Weihnachten . Natürlich konnte die Gemeinde das Vorhaben nicht alleine stemmen. Das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau beteiligte sich an den Kosten. Diesem finanziellen Engagement ist vor allem die energetische Verbesserung durch notwendige Dämmmaßnahmen, die jedoch meist im Verborgenen bleiben, zu verdanken. Äußeres Zeichen und für jeden Besucher leicht auszumachen ist hingegen das neue Zinkdach.

Im Innenbereich fällt die neue, mit einem knalligen Rot umrahmte Glasfassade auf, die einen weiten Blick auf die im Süden gelegene Freifläche ermöglicht. Sobald die Lufttemperatur draußen höher ist als die Wassertemperatur drinnen, können die ausladenden Türen geöffnet werden, frische Luft strömt ins Bad. „So bekommen wir künftig das gewünschte Stückchen Freibad-Flair in unser Hallenbad und können das Vitus-Bad noch attraktiver gestalten“, betonte Jansen. „Wir waren bislang ziemlich abhängig vom Wetter. Wenn es schlecht war, kamen viele Besucher. An tollen Hochsommertagen hatten wir durchaus noch Aufholpotenzial.“

Das soll sich in der Zukunft vor allem in der Hauptzielgruppe, bei den Familien mit kleineren Kindern, ändern. Gleich am Eröffnungstag erwartet die jungen Gäste eine Schatzsuche. Im Schwimmbecken wird eine Schatzkiste mit einem Vorhängeschloss versenkt sein, und es werden etwa 100 Schlüssel ausgegeben. Die Kleinen können tauchend ausprobieren, ob ihr Exemplar passt. Sollte das der Fall sein, können sie die Kiste damit öffnen und erhalten einen der dort versteckten Preise.

Aber nicht nur die Besucher sind gespannt auf das umgebaute Bad, auch Reza Vaiz, der das Vitus-Bistro betreibt, schaut erwartungsfroh nach vorne. Er hat sein bewährtes Angebot beibehalten, einiges speziell für junge Menschen hinzugefügt und hofft zudem auf wieder einsetzenden Zuspruch durch die Nutzer der Caravan-Stellplätze. Das komplette Personal im Bad freue sich ebenso auf das Ende der Bauphase im Innern, meint Heike Refi, hauptverantwortliche Kassiererin. „Ja, ich bin froh, dass es jetzt wieder losgeht.“ Am heutigen Freitag besteht von 9 bis 13 Uhr noch einmal die Möglichkeit, bei ihr an der Kasse Gutscheine oder Karten zum Verschenken zu kaufen. Nach Weihnachten läuft der Betrieb dann regulär an.

Alle Beschäftigten vertrauen darauf, dass das frisch renovierte Allwetter-Freizeit-Bad im Vitus-Dorf im kommenden Jahr die Besucherzahlen wie erhofft steigern kann. Derzeit ist es unter den Freizeitbädern in NRW zwar eines der kleinsten, liegt jedoch mit 220 Besuchern pro Quadratmeter und Jahr bundesweit in der Spitzengruppe. Dass es tatsächlich „spitze“ ist, hat Heike Refi in diesem Jahr auf ungewöhnliche Weise erfahren: „Auf einer Fähre nach Norwegen wurde ich in diesem Jahr von einer Dame gefragt, ob ich aus Everswinkel käme, sie brächte mich mit dem Vitus-Bad in Verbindung. Sie selbst stamme aus Kiel. Anlässlich eines Münsterbesuches habe man ihr das Bad empfohlen, sie habe es daraufhin besucht und sei total begeistert gewesen.“

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