Arbeiten an der Kita Blumenstraße gehen weiter
„Spatenstich“ auf solidem Grund

Drensteinfurt -

Ein Bauprojekt – zwei symbolische „erste Spatenstiche“: Das hat es in der Form in Drensteinfurt noch nicht gegeben. Nachdem ein Rechtsstreit um eine offene Grundschuldfrage den Neubau der Caritas-Kindertagesstätte lahmgelegt hatte, gingen die Arbeiten nun am Dienstag endlich weiter.

Dienstag, 11.06.2019, 23:59 Uhr
Die erste Küchenwand steht bereits: Am Dienstagmorgen trafen sich Investor Bernd Horstkötter, Bürgermeister Carsten Grawunder, Bauamtsleiter Christoph Britten sowie Kita-Leiterin Nadja Entrup, Caritas-Fachbereichsleiter Ludger Althoff und Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder (v. li.) zum nun definitiven Baubeginn der neuen Kindertagesstätte an der Blumenstraße. Foto: Dietmar Jeschke

Schippwerkzeuge? Nein, die hatte Bauunternehmer und Investor Bernd Horstkötter an diesem Morgen zu Hause gelassen. Kein Wunder, denn schließlich fand der – bislang in dieser Form wohl einmalige – „Spatenstich 2.0“ auf bereits äußerst solidem Untergrund statt. Gut zwölf Monate hatte die Bodenplatte der künftigen Caritas-Kita an der Blumenstraße Zeit, um ordentlich auszuhärten. Unfreiwillig, aber unvermeidbar, wie Bürgermeister Carsten Grawunder beim nun definitivem Baustart der 550 Quadratmeter großen und drei Gruppen umfassenden Einrichtung noch einmal deutlich machte. „Es ist nicht so, als wenn man in der Verwaltung zwischenzeitlich Däumchen gedreht hätte“, verwies das Stadtoberhaupt auf den – vor allem aus Elternsicht leidigen – Grundstücksstreit.

Ein Blick zurück: Beim ersten Spatenstich am 5. April 2018 waren alle Beteiligten noch guten Mutes, dass die neue Einrichtung des Ahlener Caritasverbandes im Frühjahr 2019 ihre Türen öffnen würde. Daraus wurde aber bekanntlich nichts, hatten doch weder Stadt noch Investor und Kita-Träger vor zwölf Monaten geahnt, dass ein Grundschuldstreit um die bis dahin noch private Kita-Fläche das Bauvorhaben nach dem Gießen der Bodenplatte lahmlegen würde. Und zwar bis zur gerichtlichen Entscheidung, die nun Anfang März Rechtskraft erlangt hat.

Dass es nach weiteren Verhandlungen zwischen Stadt und Investor nun endlich weitergeht, sorgt bei allen Beteiligten für Erleichterung. Man sei, betonte Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder, vor allem den Eltern überaus dankbar, die sich im bisherigen Container-Provisorium gegenüber der Kita St. Marien am Windmühlen vorbildlich engagierten und „tatkräftig mitziehen“. Aber auch die Stimmung im Team sei bestens, ergänzte Ludger Althoff, Caritas-Fachbereichsleiter für Kinderbetreuungsangebote. „Alle gehen sehr positiv an die Sache heran, obwohl die Bedingungen nicht optimal sind“, sagte Althoff.

Bürgermeister Carsten Grawunder dankte unterdessen den Anwohnern am Windmühlenweg noch einmal ausdrücklich für deren Geduld und Verständnis, müssen sie das Container-Provisorium in unmittelbarer Nachbarschaft doch wohl noch bis Mitte 2020 hinnehmen. Nächster Termin an der Blumenstraße wird übrigens das „Dichtfest“ sein, das in Ermangelung eines Dachstuhls – das Gebäude erhält ein Flachdach – das ansonsten übliche Richtfest ersetzen soll. Zuvor lädt die Caritas bereits am Samstag, 29. Juni, ab 14.30 Uhr in ihrem bisherigen Provisorium zum Sommerfest ein. Dabei soll die neue Kindertagesstätte, die bislang lediglich den Arbeitstitel „Blumenstraße“ trägt, übrigens auch auf ihren richtigen Namen getauft werden.

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