Befragung zur OGS
„Grundsätzlich zufrieden“

Drensteinfurt -

Gut jeder dritte Grundschüler nutzt mittlerweile die Nachmittagsbetreuung der Drensteinfurter OGS. Aber wie wird das Angebot bewertet? Sind Schüler und Eltern zufrieden? Um das zu erfahren, hatte die Stadtverwaltung im Juni allen OGS-Eltern einen entsprechenden Fragebogen geschickt.

Donnerstag, 28.09.2017, 23:09 Uhr

Rasante Entwicklung: Der Platzbedarf der OGS ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. In Drensteinfurt war dazu vor einigen Jahren der Seitenflügel der Kardinal-von-Galen-Grundschule aufgestockt worden.
Rasante Entwicklung: Der Platzbedarf der OGS ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. In Drensteinfurt war dazu vor einigen Jahren der Seitenflügel der Kardinal-von-Galen-Grundschule aufgestockt worden. Foto: Dietmar Jeschke

Dass die offene Ganztagsbetreuung an den Grundschulen irgendwann einmal für viele Eltern einen derart hohen Stellenwert haben wird, damit hat vor einem Jahrzehnt wohl niemand gerechnet. Mit einer sprichwörtlichen „Handvoll“ von Schülern gestartet, nutzt allein im Ortsteil Drensteinfurt mittlerweile knapp jeder dritte Grundschüler die Nachmittagsbetreuung. Aktuell sind in der OGS an der Kardinal-von-Galen-Grundschule 86 Schüler angemeldet. In Rinkerode sind es 27 und in Walstedde 37. Aber wie wird das Angebot bewertet? Sind Schüler und Eltern zufrieden? Und was gibt es zu verbessern?

Um das zu erfahren, hatte die Stadtverwaltung im Juni allen OGS-Eltern einen entsprechenden Fragebogen geschickt. „Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass das Team und die Leitung der Drensteinfurter OGS sehr gelobt wurden. Und auch die vorhandenen AG-Angebote fanden den Zuspruch der Eltern und Kinder“, berichtete die Verwaltung gestern Abend den Mitgliedern des Schulausschusses. Doch es gab auch leise Kritik. „Einige Eltern bemängelten das Essen. Es sei teilweise zu wenig, zu einseitig, und es könnte mehr Angebot für Veganer und Vegetarier geben“, berichtete Schulamtsleiter Gregor Stiefel . „Des Weiteren wurde die wechselnde Betreuung und die teilweise schlechte telefonische Erreichbarkeit der OGS von den Eltern kritisiert.“ In Einzelfällen sei zudem bemängelt worden, dass Kinder ohne Kontrolle der jeweiligen Personen abgeholt worden seien oder gar unbemerkt das Gelände verlassen hätten. „Diese Fälle wurden aber bereits mit der OGS-Leitung geklärt“, betonte Stiefel.

Gleichfalls „grundsätzlich zufrieden“ hätten sich die Eltern in Rinkerode und Walstedde geäußert. Kritik habe es jedoch über zu wenig Fachpersonal gegeben, weshalb nur wenige AG-Angebote zustande gekommen seien. Und auch die Hausaufgabenbetreuung leide darunter, so die Meinung der Eltern. „Ferner wünschen sich die Eltern in beiden Einrichtungen mehr Raumangebote für die OGS-Betreuung, so dass die Kinder auch die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen“, so der städtische Fachbereichsleiter.

Die positive Gesamtbilanz, so Stiefel weiter, trübe diese Kritik allerdings nicht. Womit er wohl recht haben dürfte, denn die weitaus meisten Eltern hatten trotz ausdrücklicher Gelegenheit offensichtlich rein gar nichts zu beanstanden: Die Rücklaufquote der Fragebogenaktion lag bei nicht einmal 25 Prozent.

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