Schulhof der Martinschule wird neu möbliert
Kinder sind beim Aufbauen „live“ dabei

Ahlen -

Letzte Station der Baustellenbereisung, zu der die Verwaltung traditionell in den Sommerferien die Presse einlädt, war für dieses Jahr am Donnerstag die Martinschule im Ahlener Westen. Hier investiert die Stadt knapp eine halbe Million Euro in die Neugestaltung des Schulhofs.

Donnerstag, 22.08.2019, 20:15 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 10:18 Uhr
Sehen der Fertigstellung des neu gestalteten Schulhofes voller Vorfreude entgegen: Stadtbaurat Andreas Mentz, Schulleiterin Stefanie Dudek, Jörg Pieconkowski von den Ahlener Umweltbetrieben und Schulfachbereichsleiter Christoph Wessels (v.l.). Foto: Peter Harke

Einfach nur faul abhängen, dafür sind die Schüler der Martinschule offenbar in ihrer Mehrzahl nicht zu begeistern. Bei einer unter ih­nen zu Jahresanfang durchgeführten Umfrage, was sie am liebsten in den Pausen machen möchten, landete die Option „An den Sitzgruppen sitzen“ jedenfalls mit nur zehn Stimmen weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Ganz oben auf der Wunschliste stand Fußball spielen (150), dicht gefolgt von Hangeln (146). Zweierballspiele wurden immerhin noch 116-mal angekreuzt.

Diesem Bewegungsdrang trägt die Stadt jetzt bei der aufwendigen Neugestaltung der Außenanlagen Rechnung. Mit Klettergerüsten, verschiedensten Schaukeln und vier Minifußballfeldern entsteht ein wahres Spielparadies. Über den Stand der mit Beginn der Sommerferien in Angriff genommenen Baumaßnahme, für die eine halbe Million Euro im Haushalt zur Verfügung steht, informierten am Donnerstagmorgen Stadtbaurat Andreas Mentz , der für die städtischen Schulen verantwortliche Fachbereichsleiter Christoph Wesssels und Jörg Pienconkowski von den Ahlener Umweltbetrieben.

Schulleiterin Stefanie Dudek wäre schon happy gewesen, wenn „nur“ der Schulhof neu gepflastert würde, damit die Kinder sich keine „nassen Socken“ mehr holen. Ja, die frühere Asphaltdecke sei ein Flickenteppich und einfach „auf“ gewesen, räumt An­dreas Mentz ein, dass die Schule diesen Zustand seit Jahren „zu recht beklagt“ habe. „Bei Regen war das manchmal regelrecht eine Seenlandschaft“, bestätigt Christoph Wessels.

Eine neue Entwässerung war folglich erst einmal die Grundvoraussetzung, um das zum Richterbach hin leicht abfallende Schulgelände im zweiten Schritt in Gänze zu nivellieren, Stufen und andere Stolperfallen zu beseitigen und nun auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern pflegeleichte Betonsteine zu verlegen. Im Zentrum befindet sich ein großer Sandkasten, der aber nicht so nackt bleiben wird wie er sich zurzeit noch präsentiert. Die Kletteranlage wird erst in der übernächsten Woche aufgebaut, dann rechnet Jörg Pieconkowski auch mit der Anlieferung der übrigen Spiel- und Turngeräte, die im westlichen Bereich neben dem OGS-Pavillon kreisförmig angeordnet werden, darun­ter eine Tampen-Schaukel, Turnrecks und ein Rutschenturm. Daran anschließend werden vier Minifußballfelder angelegt, ein hoher Metallgitterzaun rundherum soll zukünftig Fehlschüsse auffangen. Und für den Fall, dass die Martinschüler des Kickens und Tobens doch mal müde sind, gibt es noch eine „Versteckecke“ und natürlich auch die Sitzbänke zum Ausruhen.

Dass bis zum Beginn des neuen Schuljahres am nächsten Mittwoch und der Einschulung der i-Dötzchen am Tag darauf noch nicht alles fertig sein wird, findet Stefanie Dudek gar nicht tragisch. Sie glaubt, es werde „spannend für die Kinder sein, das live zu sehen, wenn die Geräte kommen und in­stalliert werden“. Einen Wunsch hat auch sie noch auf dem Zettel: Zwei neue Schilder mit dem Namenszug „Martinschule“ wären schön, für den Haupteingang wie auch am Tor zum Wanderweg am Richterbach. Denn die Schule liegt doch etwas versteckt.

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