Geschenk an die Bürger
Rückkehr nach Ahlen

Ahlen -

Die im Mai 2017 im Skulpturengarten des Kunstmuseums abgebauten „Twin Tower“ des Künstlers Walter Wittek kommen zurück nach Ahlen. Dank einer Schenkung der Familie Röschinger.

Sonntag, 18.08.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 19.08.2019, 08:10 Uhr
Bildhauer Walter Wittek und Kulturfachbereichsleiter Christoph Wessels studieren bei einer Ortsbegehung den Lageplan für den Standort der Plastik im Stadtpark. Foto: Dierk Hartleb

Nach mehr als zweijähriger Abwesenheit kehren die „Twin Tower“ nach Ahlen zurück. Allerdings nicht mehr in den Skulpturengarten des Kunstmuseums, wo sie 13 Jahre standen, sondern in den Stadtpark nach seiner bevorstehenden Umgestaltung. Die Rückkehr der Plastik von Walter Wittek aus Vreden geht auf Initiative von Familie Röschinger zurück. Die hatte die Arbeit gekauft und schenkt sie nun der Bürgerschaft.

„Die Skulptur gehört nach Ahlen“, erklärt Dr. Frank Röschinger am Samstagnachmittag bei einem Ortstermin. Der Augenarzt, der in Beckum eine Praxis betreibt, ist kunstinteressiert und Sammler. Und als gebürtiger Ahlener fühlt er sich seiner Heimatstadt weiterhin eng verbunden. Ihm erscheint der vorgesehene Standort im Stadtpark in Nähe einer neuen Wegeverbindung in der Sichtachse mit dem Kunstmuseum und dem Skulpturengarten aus mehreren Gründen ideal. „Im St.-Franziskus-Hospital bin ich zur Welt gekommen, im Städtischen Gymnasium zur Schule gegangen“, deutet Röschinger in die entsprechenden Himmelsrichtungen.

Die „Twin Tower“ beim Abbau vor über zwei Jahren.

Die „Twin Tower“ beim Abbau vor über zwei Jahren. Foto: Dierk Hartleb

Die „Twin Tower“ haben für ihn auch eine hohe emotionale Bedeutung. Nicht nur, weil sie durch ihre Zerstörung am 11. September 2001 durch islamistische Terrorristen zu einem weltweiten Symbol gegen Hass, Gewalt und Terror geworden sind, sondern auch, weil der Vredener Bildhauer sie schon vorher geschaffen hat, als hätte er die späteren Ereignisse vorausgeahnt.

Bei der Ortsbegehung am Samstag, an der neben der Ehefrau des Künstlers und Petra Röschinger auch der zuständige Kulturfachbereichsleiter der Stadt, Christoph Wessels, und dessen Ehefrau Dagmar Lakenbrink teilnehmen, prüft Walter Wittek anhand von Plänen den künftigen Standort.

Beim Ortstermin am Samstag im Stadtpark: Dr. Frank und Petra Röschinger, Dagmar Lakenbrink, Walter und Gerlinde Wittek sowie Christoph Wessels.

Beim Ortstermin am Samstag im Stadtpark: Dr. Frank und Petra Röschinger, Dagmar Lakenbrink, Walter und Gerlinde Wittek sowie Christoph Wessels. Foto: Dierk Hartleb

Für den mehr als vier Meter hohen Doppelblock aus Stahl sei ein Betonfundament nötig, sagt Wittek. Über dessen genaue Beschaffenheit will sich der Künstler noch Gedanken machen. Auch von Seiten der Stadt sind noch einige Vorarbeiten vonnöten. Die Umsetzung sei aber ohnehin erst für 2020 geplant, so Wessels. Ähnlich wie für den Abbau am 23. Mai 2017 wird für den Rücktransport nach Ahlen wieder ein Tieflader benötigt.

Frank und Petra Röschinger sind froh, dass das Werk wieder zurückkommt, nachdem sich ein Ankauf durch die Stiftung des Museums zerschlagen hatte. „Ahlen ist eine Stadt der Kunst, die damit ihren Anspruch, Kulturhauptstadt des Kreises zu sein, untermauert“, freut sich Röschinger.

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