Sprachcamp von Innosozial
Nach zwölf Jahren in neuen Räumen

Ahlen -

Es ist in diesem Jahr zwar schon die zwölfte Auflage des Sprachcamps von Innosozial, aber doch mussten sich alle erst einmal etwas umgewöhnen. Denn nach all den Jahren im Pumpenhaus im Stadtwald Langst ist das Camp in die ehemalige Paul-Gerhardt-Schule am Stephansweg umgezogen.

Samstag, 17.08.2019, 20:00 Uhr
Erstmals findet das Sprachcamp in den Räumen der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule statt. Teilnehmer wie Betreuer haben schnell die Vorzüge der Raumvariabilität erkannt.Bei seinem Besuch im Sprachcamp hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger Eis mitgebracht und kam damit bei den Kindern gut an. Foto: Ralf Steinhorst

Sprache fördern, Theater spielen und Natur erleben – das sind die drei Anliegen, die Innosozial mit dem Sprachcamp erfüllen will. Auch dieses Mal ist es mit 45 Dritt- und Viertklässlern, die in alle Ahlener Grundschulen gehen, gut besucht. Mit Kindern aus lettischer, russischer, syrischer und türkischer Abstammung treffen sich vier Nationalitäten in ungezwungenem Rahmen.

Die Mädchen und Jungen werden von sieben Betreuern, zwei Lehrerinnen, zwei Theaterpädagoginnen, einem Fahrdienstler und einer Hauswirtschaftskraft betreut. Am vergangenen Montag hat das Sprachcamp begonnen, es läuft in den letzten beiden Ferienwochen bis zum 23. August. „Das ist ein toller Ort mit vielen Möglichkeiten“, hat sich Burkhard Lensing, Fachbereichsleiter für Familienhilfe bei Innosozial, schnell an die neue Umgebung am Stephansweg gewöhnt. Denn im Pavillon bieten sich mehrere Räume für Theaterproben oder Schulungen an, draußen stehen der große Schulhof und ein Bolzplatz zur Verfügung.

Die Tagesabläufe sind klar strukturiert. In den Vormittagsstunden führen die Lehrerinnen die individuellen Sprachförderungen durch, die mit der Theaterarbeit der beiden Theaterpädagoginnen Ute Liekenbrock vom Theaterpädagogischen-Zentrum Münster und Lisei Riemer ergänzt werden.

Der Nachmittag steht den Kindern mit Spielen zur freien Verfügung.

Mit „Radau im Wald“ wird ein Theaterstück eingeprobt, das die Sprachförderung zusätzlich unterstützt. Das Stück wird am letzten Tag, dem 23. August, um 15 Uhr vor den Eltern aufgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dabei nicht nur als Schauspieler gefordert, sondern auch als Requisiteure und Mitgestalter des Inhalts.

Am Donnerstagmittag bekam das Sprachcamp Besuch von Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der sich mit einer großen Tasche voll mit Eis gleich beliebt machte und dafür großen Applaus bekam.

„Gefällt euch das Sprachcamp?“, wollte der Bürgermeister wissen und hörte ein lautes „Ja“ als Antwort. Das Camp wird von der Innosozial gGmbH veranstaltet und zu 85 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die restlichen 15 Prozent sind Eigenmittel.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6853012?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
67-jährige Bewohnerin vernehmungsfähig
Nach Explosion in Wohnhaus : 67-jährige Bewohnerin vernehmungsfähig
Nachrichten-Ticker