Rathaus
Berger verlangt Entschuldigung

Ahlen -

In einer Stellungnahme wehrt sich die Stadt gegen die Vorwürfe von Prof. Christoph Parade und Anwalt Dr. Klaus Hölzle.

Freitag, 16.08.2019, 12:28 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 16:42 Uhr

Entgegen tritt Bürgermeister Dr. Alexander Berger einem in Teilen der Medien verbreiteten Vorwurf, die Stadt Ahlen habe in der Diskussion um Neubau oder Sanierung des Ensembles aus Rathaus und Stadthalle Fehlinformationen gestreut. Eine entsprechende Behauptung hatte gegenüber einer Tageszeitung der Rechtsanwalt des Architekten erhoben, der in den 1960er- und 70er Jahren für Planung und Errichtung des Ahlener Rathauses verantwortlich war. Ahlens Bürgermeister verlangt eine Entschuldigung für die, so Berger, „ungeheuerliche Unterstellung“.

Behauptung ist „Unfug“

„Wenn der Anwalt behauptet, die Stadt habe das Rathaus vorsätzlich verlottern lassen, um den Denkmalschutz zu umgehen, dann ist das Unfug“, reagierte Berger auf einen weiteren Vorwurf. Ganz überwiegend seien die konstruktiven Mängel der von dem Architekten entworfenen Fassade ursächlich für den heutigen maroden Zustand des Hauses. Dass ein Neubau über eine Betriebszeit von 30 Jahren gerechnet wirtschaftlich günstiger und ökologisch nachhaltiger ist, sei anders als vom Architektenanwalt behauptet keine Fehlinformation der Öffentlichkeit, sondern Ergebnis einer fundierten und kalkulierten Berechnung von mehreren renommierten Fachleuten (Assmann-Gruppe, W+P Stuttgart), die unabhängig voneinander zu vergleichbaren Ergebnissen gekommen sind.

„Wenn der Anwalt wörtlich erklärt, diese Kostenplanung sei nicht das Papier wert, auf der sie stehe, dann offenbart das lediglich ein erhebliches Maß an Unwissen und Ignoranz seinerseits“, so Alexander Berger. Die Ausführungen im Gutachten des von der Stadt beauftragten Planungsbüros Assmann seien „hieb- und stichfest.“

Gegenrechnung schuldig geblieben

Bislang seien die dem Plan B zugrundeliegenden Expertisen von dem Architekten nur mit pauschalen Anwürfen und Verdächtigungen diskreditiert worden. „Eine mit nachprüfbaren Fakten und Zahlen unterlegte Gegenberechnung für eine günstigere Sanierungsvariante, die dieselben Vorteile eines Neubaus hinsichtlich Funktionalität, Betriebskosten und Klimaschutz bietet, ist er hingegen bis heute schuldig geblieben.“

Bürgermeister Berger dankte den Planern der Assmann-Gruppe für ihre qualitativ hochwertige Arbeit der vergangenen Monate und Jahre. Das klare Abstimmungsergebnis für den Neubauvorschlag dürften diese als Vertrauensbeweis verstehen.

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