„Fernweh“ in der Schuhfabrik
Die Trommeln von „Kunta Kinte“

Ahlen -

Trotz Regens war‘s heiß in der Schuhfabrik: Dafür sorgte „Kunta Kinte“.

Montag, 22.07.2019, 14:02 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 16:36 Uhr
Foto: Reinhard Baldauf

Regen ist nicht gerade das Beste für „Fernweh“: Am Samstagabend konnte das Konzert von „Kunta Kinte“ nicht wie vorgesehen auf der Terrasse des Bürgerzentrums stattfinden, sondern musste in den Saal ausweichen.

„Kunta Kinte“ hieß einst die Hauptfigur in der Serie „Roots“, welche die Geschichte eines Mannes und seiner Familie aus Westafrika erzählt, der als Sklave in die USA verschleppt wurde. Die trommeldominierte Musik des Quartetts aus Osnabrück stammt aus Westafrika.

Der Regen hatte dafür gesorgt, dass Musiker und Publikum vorsichtshalber ins Haus umgezogen waren. Die drei Trommler, die auch sangen, und ein Percussionist sorgten dennoch für heiße Rhythmen. Erstaunt waren viele Besucher über die Lautstärke, die von den Trommeln erreicht wurde – auch ohne Verstärker.

Los ging es mit einem Kinderlied, zu dem die Besucher erfuhren: „Kinder dürfen nicht weinen, sie müssen so viel Liebe bekommen.“ Alleine für diese Aussage gab es den ersten Applaus, der sich nach jedem Lied steigerte. Doch so richtig ging das Publikum nicht mit. Fast alle wippte zwar mit, blieben aber auf ihren Plätzen.

„Bitte klatschen und tanzen Sie mit. Das motiviert uns, mehr zu machen“, forderten die Musiker auf und holten Besucherinnen und Besucher auf die Tanzfläche vor der Bühne. Da trauten sich dann auch einige aus den hinteren Reihen dazu.

Addou Tall, Amandou Abukar, Sainey Jatta und Momo Jallow boten einen eindrucksvollen Einblick in die musikalische Kultur Westafrikas. Es blieb dabei aber nicht nur bei traditionellen Rhythmen. Auch moderne Stücke waren bei „Fernweh“ zu hören.

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