Kinderschutzbund sucht Bereitschaftsbetreuer
Nestwärme gibt Kindern Gefühl von Geborgenheit

Ahlen -

Das Projekt „Nestwärme“ gibt Kindern aus gefährlichen Situationen Geborgenheit. Der Kinderschutzbund sucht für sie in Ahlen dringend weitere Bereitschaftsbetreuer.

Sonntag, 23.06.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 24.06.2019, 14:12 Uhr
Anlaufstelle in Ahlen: der Kinderschutzbund in der alten Villa Münstermann am Bahnhofsvorplatz Foto: Kinderschutzbund

Die Tür in der alten Villa Münstermann am Bahnhofsplatz steht offen für die Bewerber der familiären Bereitschaftsbetreuung „Nestwärme“ des Kinderschutzbundes. So nennt sich das neue Angebot für Kinder im Alter bis zu 13 Jahren.

Die Erziehung eines Kindes liegt rechtlich primär bei seinen „natürlichen“ Eltern. Liegen jedoch die Voraussetzungen einer Inobhutnahme vor, so dürfen und müssen die Mitarbeiter des Jugendamtes Kinder und Jugendliche aus einer für sie gefährdenden Situation in Obhut nehmen. Gründe sind Überforderung der Eltern oder eines Elternteils, Schutz vor Vernachlässigungen und Misshandlungen.

...einfach mal zur Ruhe kommen dürfen.

Britta Bülter

Die geeignete Unterbringung ist dabei ein Wesensmerkmal der Inobhutnahme. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sollen im familiären Haushalt einer Bereitschaftsbetreuung „einfach mal zur Ruhe kommen dürfen“, so Britta Bülter , Diplom- Sozialpädagogin und Fachberaterin beim Kinderschutzbund. Das Jugendamt prüft in dieser Zeit, ob eine dem Kindeswohl entsprechende Rückführung in das Elternhaus realisiert werden kann. Britta Bülter erläutert: „Wir möchten den Kindern in dieser schwierigen Zeit ein Gefühl von Geborgenheit und des Vertrauens im familiären Rahmen anbieten: Nestwärme, eben!“

Die meisten vorläufigen Schutzmaßnahmen enden bei den Kindern unter 14 Jahren mit der Rückkehr zu den sorgeberechtigten Eltern (43 Prozent) oder einer erzieherischen Hilfe in einem Heim beziehungsweise einer Dauerpflegefamilie.

Wir suchen insbesondere Menschen im mittleren Lebensalter mit Lebenserfahrung.

Ralf Gaudek

Der Kinderschutzbund sucht aktuell dringend Unterstützer für diese Aufgabe. „Wir suchen insbesondere Menschen im mittleren Lebensalter mit Lebenserfahrung“, so Ralf Gaudek, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes. Die Bewerber werden intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet, es gibt eine kontinuierliche Beratung und es wird ein angemessenes Pflegegeld gezahlt!“

Wer sich dafür interessiert, ein Kind für einen begrenzten Zeitraum in den eigenen Haushalt aufzunehmen, wendet sich für ein unverbindliches Informationsgespräch an den Kinderschutzbund Kreisverband Warendorf e.V., Ansprechpartnerin Britta Bülter unter der Telefonnummer 54 70 43 35 oder im Netz unter nestwaerme@kinderschutzbund-warendorf.de, www. kinderschutzbund-warendorf.de.

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