Bürgerinfo zum Stadtpark
Eine wahre Fülle an Ideen

Ahlen -

Insektenhotels, neue Wege, ein Matschspielplatz – Ideen zur Gestaltung des Stadtparks gibt es viele.

Dienstag, 19.02.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 09:24 Uhr
Die Ahlener haben für die Neugestaltung des Stadtparks jede Menge Anregungen. Foto: Reinhard Baldauf

Durchaus unterschiedliche Vorstellungen zur Umgestaltung des Stadtparks zeigten sich bei der entsprechenden Bürgerversammlung am Montagabend im Ratssaal. Stadtbaurat Andreas Mentz sprach vom Beginn einer Planungsphase, die schon im März mit verschiedenen Planungsbüros fortgesetzt werden solle. So begrüßte er am Montag unter anderem den Architekten Stefan Schopmeyer aus Münster. Erfreut zeigte sich Mentz über die Teilnahme von Ehrenbürger Herbert Faust.

Zunächst gab es einen Rückblick auf die Geschichte des Parks, der ursprünglich als Aufmarschfläche angelegt wurde. Eine der jüngsten Großveranstaltungen im Park war „Ahlen zeigt Flagge“, was, so Mentz, gezeigt habe: „Dieser Platz kann mehr.“ Der Stadtbaurat ging auf die Veränderungen durch den damaligen Stadtgärtnermeister Wilhelm Reiberg ein, der einst die Wasserspiele angelegt hatte. Die große Springbrunnenanlage sei jetzt abgängig und lasse sich in dieser Art nicht wiederherstellen – auch aus finanziellen Gründen.

Der Trialog für die Bewerbung zur Landesgartenschau vor rund zehn Jahren habe bereits Planungen für den Park gebracht – zum Beispiel für die Eingänge. Andreas Mentz hielt dabei fest: „Dieser Park zeigt seine Qualitäten erst auf den zweiten Blick.“

Vor der Versammlung hatte der Stadtbaurat ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Beirats für behinderte Menschen, Friedel Paßmann, der auf eine Barrierefreiheit im gesamten Park hingewiesen habe. „Das ist ein Muss für uns“, verdeutlichte Mentz. Und: Der Stadtpark sei ein wichtiger Ort für das St.-Franziskus-Hospital, das St. Vinzenz und das Kunstmuseum.

Stadtbaurat Mentz (r.) hörte sich die Anregungen genau an.

Stadtbaurat Mentz (r.) hörte sich die Anregungen genau an. Foto: Reinhard Baldauf

Die Zugänge zum Park beschäftigten viele Bürgerinnen und Bürger. Diese seien versteckt und nicht ausgeschildert. Die schlechte Qualität der Wege bemängelte Anwohnerin Ingrid Schwienhorst-Meier. Überhaupt gebe es weniger Wege und Bänke. Ihre weitere Kritik: „Die Bepflanzung ist überhaupt nicht ansprechend.“ Sie vermisse besonders Blüten. „Der Park ist wirklich dunkel,“ meinte Susanne Färber. An dieser Stelle schob Andreas Mentz ein, dass beispielsweise durch die Veränderungen im „Berliner Park“ das Sicherheitsgefühl „deutlich gewachsen“ sei.

Dr. Gotthard Friedrich lobte die regelmäßige Reinigung des Parks. Er fragte aber auch: „Waren die gefällten Bäume wirklich nötig?“ Es könnten doch Bäume gepflanzt werden. Annette Ostendorf wünschte sich ruhige Ecken und sie habe „nicht so das Bedürfnis nach Veranstaltungen“.

Ich habe nichts gehört, was sich komplett ausschließt.

Andreas Mentz

Anne Leber konnte sich dagegen im Sommer eine Abwechslung zwischen „Raus in die Langst“ mit „Raus in den Stadtpark“ vorstellen. Dr. Friedrich sah den Stadtpark „hauptsächlich für Ruhe und Erholung“. Aber auch bessere Radwege wurde gefordert, was nicht bei allen auf Gegenliebe stieß.

Der Stadtbaurat warf die Frage nach Spielplätzen auf. Der Park solle ja für jeden etwas bieten. Aus den Reihen der Teilnehmer war zudem immer wieder die Forderung nach Insektenhotels und entsprechenden Pflanzen hören. Aber auch eine Verlegung des Werseradwegs und die Gestaltung der Werse selbst wurden angesprochen. Eine Idee war, einen Bach von der Werse in den Park abzuleiten. Dazu kamen ein Café, Gelegenheit für Musik oder ein Matschspielplatz wie im Maxipark. Die Ideenfülle war groß und Andreas Mentz freute sich: „Ich habe nichts gehört, was sich komplett ausschließt.“

Die Anregungen wurden notiert und sollen dann mit verschiedenen Planungsbüros am Samstag, 16. März, von 10 bis 16 Uhr mit den Bürger im Rathaus erörtert werden. Bis zum 30. September müssen die Anträge für Gelder aus der Städtebauförderungen gestellt werden. Es besteht die Chance auf eine Bezuschussung durch das Land auf bis zu 80 Prozent.

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