Schreibwerkstatt Stadtbücherei
Geschichte mit erstaunlichen Wendungen

Ahlen -

Junge Autoren lassen in der Schreibwerkstatt der Stadtbücherei ihrer Fantasie freien Lauf.

Montag, 17.12.2018, 16:25 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 10:00 Uhr
Stellten gruselige Geschichten und Gedichte vor: Xenia, Büchereileiterin Ewa Salamon, Isabel, Schriftstellerin Marion Gay und Julie (v.l.). Die anderen Jungautoren scheuten die Öffentlichkeit. Foto: Peter Schniederjürgen

Was war bloß los, abends in der Stadtbücherei? So einiges: Da trafen sich meist um die zehn Jungautoren der Schreibwerkstatt, um sich Geschichten auszudenken und in verschiedener Form zu Papier zu bringen. Die Ergebnisse stellten am Freitagnachmittag drei junge Werkstattteilnehmerinnen vor. Und alle hatten wahrhaftig gruselige Geschichten entworfen.

Unter der Anleitung von Marion Gay , selber erfolgreichen Autorin, hatten die angehenden Schriftsteller ihre Fantasie entwickeln können. Die Profiautorin gab hin und wieder eine kleine Zündhilfe. „So nannte ich mal einen Anfangssatz, aus dem dann die verschiedenen Geschichten entstanden“, erklärte die Hammerin, die auch als Gastdozentin an der Münsteraner Wilhelms-Universität lehrt.

„Es war für die Gruppe immer eine tolle Sache, wenn die Bücherei schloss, alle Besucher das große Gebäude verließen und nur noch die Schreibwerkstatt hier war“, berichtete Büchereileiterin Ewa Salamon . Die Kinder hätten sich allen Räumen verteilt und ihre Geschichten verfasst: „Erstaunlich, dass dabei immer die Gruselgeschichten so im Vordergrund stehen.“

Für Julie ist das gar nicht verwunderlich. „Ich lese auch gern Gruselgeschichten, die dürfen auch gern recht blutig sein“, erklärte die 14-Jährige. Eine Vorliebe, die ihre lange Geschichte über ganze neun eng beschriebene Seiten prägte. Julie las knapp die Hälfte vor und überzeugte mit großer Komplexität.

Isabel ist nur ein Jahr jünger, schreibt und liest aber genauso gern Horrorgeschichten. Auch ihr Werk zeichnete sich durch eine dichte Atmosphäre mit wirklich erstaunlichen Wendungen aus.

Ganz anders, aber auch sehr anrührend und fesselnd war das Werk der zehnjährigen Xenia. Sich schickte ihre Zuhörer auf eine Urlaubsreise in das Haus der Tante, in dem es des Nachts tickt. Auf der Suche nach der Ursache des merkwürdigen Geräuschs entdeckte die Jungautorin seltsame Räume und Welten.

Marion Gay und Ewa Salamon bedauerten, dass von zehn Teilnehmern nur drei zu der Ergebnispräsentation am Freitag erschienen waren. „Allerdings sind viele in die Weihnachtsvorbereitungen eingebunden und vielleicht ist auch ein klein wenig Lampenfieber dabei“, vermutete Ewa Salamon: „Denn eine Geschichte zu schreiben ist eine Sache, sie dann aber einer Menge Menschen vorzutragen eine ganz andere.“

Gefördert wird die Schreibwerkstatt in der Stadtbücherei durch das Kulturministerium, die Bibliotheken NRW und das Literaturbüro des Landes.

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