Förderverein Haldenkreuz
Kreuzweg aus Stelen

Ahlen -

Freude beim Förderverein Haldenkreuz: Die RAG Montan Immobilien gab grünes Licht für einen fest installierten, künstlerisch gestalteten Kreuzweg.

Freitag, 26.10.2018, 17:08 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 26.10.2018, 15:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 26.10.2018, 17:08 Uhr
Rückblick auf einen der bislang zwölf ökumenischen Kreuzwege, die immer großen Anklang gefunden haben. Foto: Privat

Vier Jahre lang hat sich der Förderverein Ahlener Haldenkreuz für einen künstlerisch gestalteten Kreuzweg auf der Osthalde eingesetzt. Vor kurzem hat die RAG Montan Immobilien GmbH in Essen grünes Licht für die Umsetzung des Projekts gegeben.

„Damit ist die Zeit der rot-weißen Flatterbänder vorbei, die zwölf Jahre lang jede Station des Kreuzwegs markiert haben“, freut sich die Vorsitzende des Fördervereins, Martina Jotzeit , über die offizielle Zustimmung. Zumal die Entwürfe für die 14 Stelen, die in moderner Form die Leidensgeschichte Jesu darstellen, längst bei ihr auf dem Schreibtisch liegen.

Den Stein ins Rollen gebracht hatten die Passionsspiele im Jahr 2014 auf der Halde. Damals kam die Idee auf, feste Kreuzwegstationen zu installieren. Die Vorgabe war dabei: Der Weg sollte modern, künstlerisch gestaltet, ansprechend und Vandalismus sicher sein.

Bei der Suche stieß der Förderverein auf den Metallkünstler Pater Abraham aus der Benediktiner-Abtei Meschede, der kurz zuvor ein Torkreuz in Ahlen gestaltet hatte, das in der Bevölkerung großen Zuspruch findet. Der Kontakt war schnell hergestellt. Bei einem Vor-Ort-Termin in Meschede 2014 präsentierte der Künstler Stelen – etwa 1,5 Meter hoch und 0,4 Meter breit – aus Cortenstahl, die er individuell gestaltet und schon in anderen Orten aufgestellt hatte.

Der Vorstand des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz war von den Arbeiten so begeistert, dass der Kontakt nicht mehr abriss und Pater Abraham sogar Ende Mai nach Ahlen kam, um sich vor Ort auf der Halde ein Bild über mögliche Standorte der Stelen zu machen.

Dass der Knoten nach vielen Gesprächen mit der Stadtverwaltung und der RAG Montan Immobilien nach der langen Zeit doch noch durchschlagen werden konnte, liegt nach Meinung von Martina Jotzeit nicht zuletzt am ganz persönlichen Einsatz des Vorsitzenden der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, Markus Masuth. Der habe sich Anfang des Jahres in die laufenden Verhandlungen eingeschaltet und maßgeblich zum Gelingen beigetragen.

Vor-Ort-Termin mit Pater Abraham auf der Halde bei der Standortsuche.

Vor-Ort-Termin mit Pater Abraham auf der Halde bei der Standortsuche. Foto: Privat

„Dafür ist ihm nicht nur der Förderverein dankbar“, stellt die Vorsitzende fest. Vielmehr komme der künstlerisch gestaltete Kreuzweg der ganzen Bevölkerung zu gute. „Er ist ein Geschenk für die Stadt und die Bürger“, unterstreicht Martina Jotzeit ausdrücklich. Zumal das Projekt bereits in der Vergangenheit breite Unterstützung bei allen christlichen Gemeinden gefunden habe.

„Wir begrüßen das Engagement des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz und der christlichen Gemeinden für das Projekt Kreuzweg auf der Halde, dass wir seitens RAG Montan Immobilien durch eine entsprechende Gestattung möglich machen werden“, so Masuth.

Mit dem künstlerisch gestalteten Kreuzweg auf der Osthalde rückt die Stadt nun in die kleine Runde der Städte im Kreis Warendorf auf, deren Kreuzwege Besonderheiten aufweisen. Dazu gehören bislang die beiden Städte Stromberg und Telgte mit zum Teil mit Jahrhunderte alter Tradition. Ein weiteres, attraktives Angebot – diesmal mit „Berg“-Charakter – wird der Kreuzweg auf der Osthalde darstellen. Ähnliche Kreuzweg-Projekte gibt es ansonsten nur im Ruhrgebiet (Halde Prosper Haniel in Bottrop).

Bis zur Realisierung des Projekts hat der Förderverein noch einiges zu erledigen. Geplant ist die Einweihung am 13. April. Dann findet der mittlerweile 13. Ökumenische Kreuzweg statt.

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