Schützenstraße
Schrägparken soll „legalisiert“ werden

Ahlen -

Im Zuge der Kanalsanierung in der Schützenstraße sollen „Optimierungen“ im Straßenraum vorgenommen werden. Dazu gehört, dass im mittleren Abschnitt zwischen Bergstraße und Harkortstraße das schräge Einparken von Fahrzeugen künftig erlaubt sein soll. Markierungen sollen das Ganze aber besser ordnen.

Donnerstag, 27.09.2018, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.09.2018, 20:00 Uhr
Streng genommen ist es verboten, wird aber stillschweigend geduldet: Die Anwohner des mittleren Abschnitts der Schützenstraße parken ihre Autos schräg ein, weil sonst der Platz nicht reichen würde. Das will die Verwaltung nun offiziell erlauben. Foto: Peter Harke

Das Problem ist akut, soll darum jetzt „zügig“ angegangen werden, wie Stadtbaurat Andreas Mentz am Mittwoch im Betriebsausschuss deutlich machte. In der gesamten Schützenstraße müssten die Schmutz- und Regenwasserkanäle komplett saniert werden. „Wir hatten schon mehrere Einbrüche“, so Mentz.

Die Stadt will die Gelegenheit nutzen, im Zuge der Wiederherstellung der Fahrbahnoberfläche in Teilbereichen „Optimierungen des Straßenraumes“ vorzunehmen, wie es in der Mitteilungsvorlage für den Ausschuss hieß. Was im Einzelnen geplant ist, erläuterte der stellvertretende Leiter der Ahlener Umweltbetriebe (AUB), Robert Reminghorst.

Die Schützenstraße werde in drei Abschnitte unterteilt. Im Abschnitt 1, zwischen Ostberg und Bergstraße, erfolge nur der Kanalbau, weitere Maßnahmen seien hier nicht erforderlich und vorgesehen. Anders im Abschnitt 2, zwischen Bergstraße und Harkortstraße. In diesem Bereich herrsche aufgrund der dichten Bebauung ein „wahnsinnig hoher Parkdruck“, schilderte Reminghorst die Situation. Der östliche der beidseitigen Längsparkstreifen werde daher – verbotenerweise, aber stillschweigend geduldet – von den Anwohnern in der Form genutzt, dass sie schräg einparken, damit mehr Fahrzeuge nebenein­ander Platz finden. Dies führe aber zu einer Einengung der verbleibenden Fahrbahn und mitunter zu Schwierigkeiten im Begegnungsverkehr.

Um diesen Konflikt „bestmöglich“ aufzulösen, wie Reminghorst ausführte, soll die Schrägaufstellung der Pkw auf der Ostseite der Schützenstraße durch Markierungen neu sortiert und „legalisiert“ werden. Hierfür müssten allerdings einige Bäume weichen, von denen allerdings manche ohnehin schon „abgängig“ seien. Die Grünflächen, die erhalten bleiben, sollen vergrößert werden, um den restlichen Bäumen bessere Wachstumsbedingungen zu bieten. Mit dieser Vorgehensweise werde sich bei geringem Aufwand eine „deutliche Verbesserung“ erreichen lassen, zeigte sich der stellvertretende AUB-Leiter überzeugt. Eine weitergehende Umgestaltung des Straßenraums halte die Verwaltung für nicht angezeigt, zumal dann die Anlieger beitragspflichtig wären.

Im dritten Abschnitt der Schützenstraße, zwischen Harkortstraße und Zechenbahntrasse, kommen die Grundstückseigentümer jedoch nicht um eine Kostenbeteiligung herum, denn hier geht es um den noch ausstehenden Endausbau. Bei ei­nem Ortstermin im Februar wurde mit allen Eigentümern über die anstehende Planung gesprochen. Dabei ging es auch um den Verkauf von städtischen Flächen. Die Anlieger parken aktuell senkrecht vor ihren Reihenhäusern. Nach dem Ausbau ist das in den jetzt bestehenden Grenzen nicht mehr möglich. Da ausreichend städtische Fläche für den Ausbau zur Verfügung steht, wurde den Anliegern der Kauf eines 2,50 Meter breiten Streifens vor ihren Grundstücken angeboten. Alle haben dieses Angebot angenommen, so dass künftig vor den Reihenhäusern geparkt werden kann, ohne auf die öffentliche Fläche zu ragen.

Auch dem Wunsch, den Gehweg auf die südliche Seite zu legen, kann entsprochen werden, da im gültigen Bebauungsplan von 2003 an der südlichen Seite eine Bebauung vorgesehen ist. Eine Durchfahrtmöglichkeit zur Harkortstraße ist nicht geplant. Für Fußgänger und Radfahrer wird eine Umlaufsperre vorgesehen.

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