Im Parkbad Ahlen
Fliesen platzen auch beim Fluten ab

Ahlen -

Nächste Hiobsbotschaft aus dem Ahlener Parkbad. Beim Fluten des Schwimmbeckens lösten sich weitere Fliesen – teils mit enormer Kraft.

Montag, 13.08.2018, 14:00 Uhr
Flatterband rund ums Becken – wie schon vor vier Wochen. Unterdessen läuft das Wasser wieder ab – in den Naturteich. Die Karpfen danken‘s. Foto: Ulrich Gösmann

Frische Fliesenschäden im Parkbad – diesmal beim Fluten. „Es müssen wahnsinnige Kräfte aufgetreten sein“, sagt Thomas Schliewe – und will es selbst nicht glauben. Einzelne Platten seien zerrissen und regelrecht weggesprengt worden. Andere stehen hoch. Aus der Wiederaufnahme des Schwimmbetriebs am Montag wird nichts. Stattdessen kommt der Gutachter. Und auch die, die das Parkbad planten und bauten, sind eingeladen.

Es war Mittwochnachmittag, als der erste Schaden durchs frisch aufgefüllte Wasser schimmerte. „Wir waren gerade mit allem fertig. Wirklich mit allem“, erzählt der Betriebsleiter. Er sei noch mit der Hoffnung in den Feierabend gegangen, ein punktuelles Problem zu haben. Im Internet habe er bereits einen Spezialisten ausfindig gemacht, der Schäden wie diesen im Tauchgang repariert.

Fliesenschäden jetzt auch unter Wasser.

Fliesenschäden jetzt auch unter Wasser. Foto: Ulrich Gösmann

Aufschrei dann am Donnerstagmorgen: Über Nacht waren zwei weitere Stellen in der vorderen Hälfte hinzugekommen. Wie es unter dem hochgefahrenen Hubboden aussieht, sei zur Stunde nur Spekulation. Dort hatten sich bereits in der zweiten Revisionswoche Fliesen an mehreren Stellen gelöst, als das Becken trockenlag. Folge fehlenden Wasserdrucks und dehnender Wärme, war spekuliert worden. Aus der planmäßigen Wiederinbetriebnahme wurde nichts. Bis heute. Zuletzt funkte noch eine Woche „hitzefrei“ für den konzen­trierten Personaleinsatz im Freibad dazwischen.

Und das fünf Zentimeter neben der nächsten Dehnungsfuge.

Thomas Schliewe

Seit Donnerstag wird wieder abgepumpt. Das ganze Wasser muss raus, quer durchs Saunadorf rüber in den Teich, dem ein halber Meter Pegelstand fehlt. „Das ist auch das einzig Gute an der Geschichte“, lässt Schliewe beiläufig wissen. Der Wasserverlust der letzten Wochen werde so wieder ausgeglichen, die Karpfen würd‘s freuen. Zum Glück sei noch keine Chemie im Wasser gewesen.

Das Beckenwasser auf dem Weg in den Naturteich.

Das Beckenwasser auf dem Weg in den Naturteich. Foto: Ulrich Gösmann

Auf Spekulationen will sich der Betriebsleiter nicht einlassen. „Wir wollen das Becken jetzt vernünftig reparieren lassen, damit der Spuk nicht wieder auftaucht, wenn Vollbetrieb ist.“ Dass es Fliesen regelrecht zerriss, bleibt für ihn ein Rätsel. „Und das fünf Zentimeter neben der nächsten Dehnungsfuge. Da versteh noch einer die Welt.“ Ob das Problem im sechsten Betriebsjahr Parkbad ein tieferes sein kann? Thomas Schliewe erinnert, dass das Becken in einer mächtigen Wanne liege. Wenn, müsse ja jetzt auch an den Beckenwänden was zu sehen sein. „Da ist aber alles in Ordnung.“

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