BMA
Plädoyer für eine zweite Gesamtschule

Ahlen -

Die Bürgerliche Mitte spricht sich für die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule aus. Ihr Ziel: die anderen Parteien mit ins Boot zu holen.

Mittwoch, 21.03.2018, 18:03 Uhr

Für eine zweite Gesamtschule: Fraktionschef Matthias Bußmann, Martina Maury, Alfred Thiemann und Martin de Kunder Foto: Sabine Tegeler

Eine Grundsatzerklärung will Alfred Thiemann abgeben, bevor er gemeinsam mit Matthias Bußmann, Martin de Kunder und Martina Maury am Mittwoch den Appell der Bürgerlichen Mitte Ahlen (BMA) für eine zweite Gesamtschule in die Öffentlichkeit trägt: „Wenn wir dafür kämpfen, richtet sich das niemals gegen die Lehrer. Deren Job ist schon hart genug und wird zu wenig anerkannt.“

Nach dieser Klarstellung geht Thiemann, der für die BMA im Schul- und Kulturausschuss sitzt, in medias res: Der gemeinsame Antrag von CDU und SPD auf Überprüfung der Einrichtung einer zweiten Gesamtschule greife in seiner Begründung zu kurz. Und auch die Feststellung im Ausschuss, dafür solle ein Gutachter beauftragt werden, sei nicht zielführend. „Wir brauchen kein Gutachten“, sagt Alfred Thiemann, „wir kennen die Zahlen.“

Die Stadt als Schulträger müsse laut der „Leitlinien der Schulorganisation“ nur einen Ratsbeschluss fassen und könne damit einen Antrag auf Änderung der Schulform stellen. Das Schulgesetz sehe diese Möglichkeit vor. Warum also nicht selbst tätig werden? Die Zahlen der von der Fritz-Winter-Gesamtschule abgelehnten Schüler seien Jahr für Jahr hoch. Zu hoch. „Und die Eltern stehen dann belämmert da.“

Nach Ansicht der BMA könne eine Gesamtschule die „Schülerintelligenz besser verwalten“, der individuellen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gerechter werden als die Sekundarschule jetzt. Flächendeckend in NRW würden sich Elternschaften gegen die Sekundarschulen wenden. „Wir müssen aufhören, die Schüler einzuteilen“, plädiert der Lokalpolitiker. Das Prinzip Sekundarschule gehe am Elternwillen vorbei.

Die BMA wolle nun ihr Anliegen in einer interfraktionellen Runde vorbringen: „Wir wollen alle Parteien einbinden“, erklärt Alfred Thiemann, und er hoffe, dass diese die Änderung der Schulform auch zu ihrem Ziel machen. Kräfte bündeln und Konsens schaffen, laute das Motto. Auch die Verwaltungsspitze, respektive der Bürgermeister solle sich als Schuldezernent dieses Bestreben zur eigenen Sache machen: „Er muss das Heft in die Hand nehmen“, fordert BMA-Fraktionsvorsitzender Matthias Bußmann.

Martina Maury verweist auf eine zunehmende Zahl der Eltern, die ihre Kinder lieber nach Sendenhorst zur Realschule schickten als in Ahlen zur Sekundarschule. Und regt an, einfach mal eine Elternbefragung durchzuführen.

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