Stadtwerke ziehen nach fünf Jahren Bilanz
Echte Mehrwerte fürs Tecklenburger Land

Tecklenburger Land -

Fünf Jahre ist es her, dass die Bürgermeister von Westerkappeln, Lotte, Ibbenbüren, Mettingen, Recke, Hörstel und Hopsten die Gründung der Stadtwerke Tecklenburger Land besiegelt haben. Seither sei aus dem Vertragswerk gelebte Realität geworden, zieht der kommunale Energieversorger Bilanz. Für die Region bringe das echte Mehrwerte.

Donnerstag, 11.07.2019, 15:40 Uhr aktualisiert: 11.07.2019, 15:48 Uhr
Das war im Jahr 2014 ein historischer Moment für die Stadtwerke Tecklenburger Land: Der damalige und im Jahr 2015 verstorbene Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Steingröver (vorne links) und Mettingens Bürgermeisterin Christina Rählmann überreichten den Schlüssel zum Vertriebszentrum. Mit dabei waren auch der Lotter Bürgermeister Rainer Lammers (2. von rechts), der Kämmerer der Gemeinde Lotte Jörg Risse (4. von rechts), der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (3. von rechts) und die damals frisch gewählte Westerkappelner Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (5. von rechts). Foto: Oliver Pracht

Holding, Vertriebs- und Netzgesellschaft haben ihre Arbeit aufgenommen. „Mit den Stadtwerken Tecklenburger Land hat eine neue Zeitrechnung der interkommunalen Zusammenarbeit im Tecklenburger Land begonnen“, sagt Dr. Marc Schrameyer , Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister von Ibbenbüren. Die Bürgermeister der Gesellschafter-Kommunen freuten sich über ein neues Wir-Gefühl und echte Mehrwerte in Cent und Euro.

Mehrwerte in Zahlen

Der Mehrwert, den die Stadtwerke Tecklenburger Land für die sieben beteiligten Kommunen bedeuten, lässt sich nach Angaben des Energieversorgers auch in Zahlen ausdrücken. Im Jahr 2018 beliefen sich die Einnahmen aller sieben Kommunen durch Erlöse aus den Stadtwerken Tecklenburger Land danach auf insgesamt rund 1,4 Millionen Euro.Zusätzlich profitiere jede Kommune von den Gewerbesteuereinnahmen. Für 2019 könnten die Kommunen mit Erträgen inklusive Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt knapp zwei Millionen Euro rechnen.

...

„Wir schaffen Wertschöpfung für die Bürgerinnen und Bürger, die über die Rückflüsse an die Kommunen den Menschen in der Region zu Gute kommt“, betont Schrameyer. Dabei profitierten die sieben beteiligten Kommunen im Wesentlichen von der Gewinnausschüttung und Gewerbesteuerzahlungen der Stadtwerke. „Wir sichern gut bezahlte Arbeitsplätze in der Region und stärken damit die Binnennachfrage. Und wir entwickeln unsere Stadtwerke sukzessive zu einem interkommunalen Dienstleister und Lösungspartner in ganz vielen Bereichen“, nennt der Aufsichtsratsvorsitzende weitere Pluspunkte für die Region.

„Wenn wir die Stadtwerke nicht hätten, müsste ich unter Umständen die Grundsteuer B erhöhen“, meint Winfried Pohlmann, Bürgermeister in Hopsten. Auch Aktionen wie der Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement oder das Förderprogramm „Fit für die Zukunft“ kämen in der Region an. So hat der regionale Energieversorger in Hopsten ganz konkret die Umgestaltung des Küsterhauses oder den Dorfladen in Halverde unterstützt.

Pohlmanns Amtskollege David Ostholthoff aus Hörstel verweist auf die Zusammenarbeit seiner Stadt mit den Stadtwerken Tecklenburger Land in Sachen Heizungsanlage für das Schulzentrum Harkenberg. „Ich sehe die Stadtwerke als Vordenker in der Gemeinschaft der Kommunen mit den Gesellschaftern, so dass wir die Themen Gas und Strom wirklich anpacken“, sagt er. Genau das ist für Lottes Bürgermeister Rainer Lammers das wesentliche Argument für die Stadtwerke Tecklenburger Land. „Letztlich ist in den Gemeinden auch etwas angekommen, was über die Jahre völlig untergegangen war: Wir sind wieder Akteur im Bereich Energie“, lobt er.

Einig sind sich die Bürgermeister der beteiligten Kommunen laut Mitteilung der Stadtwerke, was die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden betrifft: „Durch die gemeinsame Gründung der Stadtwerke ist das Thema ,Interkommunale Zusammenarbeit‘ noch weiter in den Fokus gerückt“, beschreibt Mettingens Bürgermeisterin Christina Rählmann die Entwicklung. Dabei setzten die Kommunen auch in Zukunft auf Synergieeffekte, zum Beispiel bei den Themen Bäderbetrieb oder die Herausforderungen der Energiewende. So sieht der Recker Bürgermeister Eckhard Kellermeier Chancen bei der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien. „Bei diesem Thema könnten die Stadtwerke weitere Dienstleistungen für ihre Kommunen übernehmen, für die Bürgerinnen und Bürger und für Unternehmen“, wagt er einen Blick voraus.

Ähnliche Handlungsfelder für die Zukunft nennt die Westerkappelner Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer: „Erzeugung regenerativer Energie, Energieberatung und weitere Energiedienstleistungen.“ Auch David Ostholthoff aus Hörstel sieht bei diesem Thema neue Aufgaben für die Stadtwerke. „Mit Blick auf die Energiewende wird die Versorgungsstruktur der Zukunft viel kleinteiliger. Ich erhoffe mir, dass wir in Zusammenarbeit mit der SWTE Netz Lösungen anbieten können, diese Art der Versorgung mitzugestalten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6770595?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
Studenten bringen "Bildungsbier" auf den Markt
Robin Frank und Laura Bednarowicz von Weitblick mit ihrem Bildungsbier. Von jeder verkauften Flasche fließt ein Teil des Erlöses in den Bau einer Schule im westafrikanischen Benin.
Nachrichten-Ticker