Jubiläumsempfang des THC Westerkappeln
Der etwas andere Sportverein

Westerkappeln -

Ein halbes Jahrhundert Sportgeschichte! Wo anfangen, wo aufhören ? Werner Schröer spiegelte die Entwicklung des Turn- und Handballclubs (THC) Westerkappeln in den vergangenen 50 Jahren in chronologischer Abfolge der Meilensteine wider. Sein vorweggenommenes Fazit: „Der THC ist der etwas andere Sportverein.“ Und niemand der rund 80 Gäste des Jubiläumsempfangs im „Kuckucks-Nest“ wollte ihm da am Freitag widersprechen.

Freitag, 24.05.2019, 21:00 Uhr
Zusammen 600 Jahre Treue zum THC: Wie der Vorsitzende Werner Schröer sind auch (von links) Rolf Diekmann, Jochen Blanke, Karl-Heinz Grewe, Margret Grothaus, Werner Härle, Marlies Kröner, Ulrich Kröner, Manfred Schoppmeyer, Hans-Peter Schüro, Andreas Weiss und Helga Wietheger so lange dabei. Dazu gratulierten ebenso Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (ganz links) und im Namen des Kreissportbundes dessen Vorstandsvorsitzender Uli Fischer (ganz rechts).Der THC lebt Inklusion: Als Überraschung war deshalb die „Stylez & Skills Crew“ – eine Breakdance-Gruppe der Ledder Werkstätten – für einen Auftritt eingeladen worden. Foto: Frank Klausmeyer

„Der THC ist in den vergangenen 50 Jahren oftmals besondere Wege gegangen, die ihn von anderen Sportvereinen unterscheidet“, stellte Schröer seiner kleinen Zeitreise voran. 1969 mit 38 aktiven Gymnastikdamen und Handballern gestartet, ging es nicht nur stetig bergauf und Erfolge konnten gefeiert werden, der THC setzte oft die Maßstäbe für andere: „Wir waren der erste Verein in Westerkappeln, der sich e.V. nennen durfte“, erinnerte Schröer, der seit der ersten Stunde den Vorsitz führt. 1994 baute Karl-Heinz Homburg, damals Geschäftsführer des Förderzentrums Dialog, eine Behindertensportabteilung auf.

Der Verein bekam ein Qualitätssiegel als Gesundheitssportverein und wurde als erster im Kreis als kinderfreundlicher Verein ausgezeichnet. Der THC suchte sich Kooperationspartner für sein breites Angebot und wurde als solcher gesucht. Als Beispiel sei das Angebot „Sport mit Demenz“ in Zusammenarbeit mit dem Haus der Diakonie und dem Förderzentrum Dialog genannt. „Das ist in der Umgebung sicher einmalig und toll“, erklärte Schröer.

„Der THC lebt Inklusion“, nannte der Vorsitzende ein weiteres Beispiel dafür, was den Club so besonders macht. Als Beleg und als Überraschung begrüßte er am Freitag die „Stylez & Skills Crew“ – eine Breakdance-Gruppe der Ledder Werkstätten – zu einem mit großem Beifall bedachten Auftritt. „Ihr verkörpert etwas, was dem THC ganz wichtig ist: Man kann Sport mit und ohne Behinderung machen.“

Jubiläumsempfang zum 50-jährigen Bestehen des THC Westerkappeln

1/11
  • Zusammen 600 Jahre Treue zum THC: Wie der Vorsitzende Werner Schröer sind auch (von links) Rolf Diekmann, Jochen Blanke, Karl-Heinz Grewe, Margret Grothaus, Werner Härle, Marlies Kröner, Ulrich Kröner, Manfred Schoppmeyer, Hans-Peter Schüro, Andreas Weiss und Helga Wietheger so lange dabei. Dazu gratulierten auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (ganz links) und im Namen des Kreissportbundes dessen Vorstandsvorsitzender Uli Fischer (ganz rechts).

    Zusammen 600 Jahre Treue zum THC: Wie der Vorsitzende Werner Schröer sind auch (von links) Rolf Diekmann, Jochen Blanke, Karl-Heinz Grewe, Margret Grothaus, Werner Härle, Marlies Kröner, Ulrich Kröner, Manfred Schoppmeyer, Hans-Peter Schüro, Andreas Weiss und Helga Wietheger so lange dabei. Dazu gratulierten auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (ganz links) und im Namen des Kreissportbundes dessen Vorstandsvorsitzender Uli Fischer (ganz rechts).

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Zuerst gab es im Freien Sekt und kleine Häppchen...

    Foto: Frank Klausmeyer
  • ...und Geschenke wurden übergeben.

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Der THC lebt Inklusion: Als Überraschung war deshalb die „Stylez & Skills Crew“ – eine Breakdance-Gruppe der Ledder Werkstätten – für einen Auftritt eingeladen worden. Foto: Frank Klausmeyer
  • Der THC lebt Inklusion: Als Überraschung war deshalb die „Stylez & Skills Crew“ – eine Breakdance-Gruppe der Ledder Werkstätten – für einen Auftritt eingeladen worden. Foto: Frank Klausmeyer
  • Der THC lebt Inklusion: Als Überraschung war deshalb die „Stylez & Skills Crew“ – eine Breakdance-Gruppe der Ledder Werkstätten – für einen Auftritt eingeladen worden. Foto: Frank Klausmeyer
  • Der THC lebt Inklusion: Als Überraschung war deshalb die „Stylez & Skills Crew“ – eine Breakdance-Gruppe der Ledder Werkstätten – für einen Auftritt eingeladen worden. Foto: Frank Klausmeyer
  • Werner Schröer: Der THC ist der etwas andere Sportverein.

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Werner Schröer: Der THC ist in den vergangenen 50 Jahren oftmals besondere Wege gegangen, die ihn von anderen Sportvereinen unterscheidet.

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Viel Beifall für die Breakdancer

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Stehende Ovationen für Werner Schröer

    Foto: Frank Klausmeyer

Dass der Verein auch nach 50 Jahren immer noch gut aufgestellt sei, habe viele Gründe. Für Schröer die drei wichtigsten: Sämtliche Abteilungen seien finanziell unabhängig aufgestellt. „Der THC hat nie rote Zahlen gehabt und nie einen Kredit aufgenommen.“ Für die Umsetzung verschiedener Sportarten habe man immer mit Partner kooperiert. „Das war richtig. Davon profitiert auch ganz Westerkappeln.“ Im dritten Punkt sei der THC ganz normal: „Auch wir sind abhängig von unseren Ehrenamtlichen.“

Den vierten Grund für die erfolgreiche Entwicklung lieferte Schröers Stellvertreter Sarioscha Butzke nach: Werner Schröer. Ihm habe der Verein viel zu verdanken. „Ohne dich wären wir nicht da, wo wir heute sind.“ Ein sichtlich gerührter Vorsitzender nahm für sich und seine Frau Marianne einen Reisegutschein als „Dankeschön“ für das jahrzehntelange Engagement entgegen.

Schröers Bedeutung für den THC unterstrich Uli Fischer, Vorstandsvorsitzender des Kreissportbundes. Schröer sei immer ein „Schlitzohr“ gewesen, das gewusst habe, wo sich der Verein einbringen müsse und wo es Fördermittel gebe. Besonders lobte Fischer den Club, weil er Kinder in Bewegung bringe. Mit der Auszeichnung als kinderfreundlicher Verein sei der THC Vorreiter im Kreis gewesen.

„Ohne den THC ist Westerkappeln nichts“, erklärte Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. Der Verein sei nie stehen geblieben, sagte sie mit Hinweis auf das vielfältige Angebot, das heute beispielsweise auch Tai Chi, den Radsport oder das Schlingentraining umfasst.

Zum Jubiläumsempfang waren alle Vorstandsmitglieder und Abteilungsleiter aus 50 Jahren eingeladen. Darüber hinaus begrüßte Schröer neben Vertretern aus Rat und Verwaltung auch die der Kooperationspartner, der Sportvereine Westfalia und VelpeSüd sowie vom DRK und Heimatverein. Besonders freute sich der Vorsitzende auf die Jubilarehrung. Denn elf Frauen und Männer sind dem THC – wie Schröer selbst – seit dem Gründungsjahr treu verbunden: Jochen Blanke, Rolf Diekmann, Karl-Heinz Grewe, Margret Grothaus, Werner Härle, Marlies Krönner, Ulrich Kröner, Manfred Schoppmeyer, Hans-Peter Schüro, Andreas Weiss und Helga Wietheger. Doch nur für Werner Schröer gab´s stehende Ovationen.

Nach dem offiziellen Teil war Party im „Kuckucks-Nest“. Rund 180 THCler wollten sich den Sportlerball nicht entgehen lassen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6637835?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
Aktivisten fordern zivilen Ungehorsam
Die „Fridays for Future“-Proteste – hier im Mai 2019 – sind auch in Münster längst zu einem Massenphänomen geworden. Nun gründet sich eine weitere Klimaschutz-Bewegung: „Extinction-Rebellion“.
Nachrichten-Ticker