Amphibienzählung am Westerkappelner Präriesee
Weniger Kröten als erwartet

Westerkappeln -

Auf den ersten Blick wirken die Zahlen ermutigend. Doch bei genauerer Betrachtung lösen die Daten zur Amphibienwanderung in Westerkappeln bei Naturschützern offenbar Besorgnis aus. Denn es wurden weniger Kröten. Lurche und Frösche gezählt als erwartet worden war.

Mittwoch, 22.05.2019, 14:28 Uhr aktualisiert: 23.05.2019, 15:38 Uhr
Auf der Suche nach einem Weg am Schutzzaun vorbei, fallen die Erdkröten in die Sammeleimer. Foto: Jannik Zeiser

Der Präriesee ist schon lange als wichtiges Laichgewässer für Amphibien bekannt. Zum Schutz der Tiere sperrt die Gemeinde seit einigen Jahren einen Teilbereich der Sandstraße während der Laichwanderung ab. Seit dem 6. Mai ist die Durchfahrt wieder gestattet.

Ehrenamtliche Helfer der Naturschutzgruppe im Heimatverein Westerkappeln hatten laut Mitteilung der Gemeinde entlang des Sloopsteinweges Krötenzäune errichtet und die Tiere über die Straße getragen und gezählt, wie viel Individuen sich im Bereich des Abschnitts am Krötenzaun bewegt haben. In diesem Jahr seien mit 4200 Erdkröten ähnlich viele Tiere am Zaun auf der Hinwanderung registriert worden wie in den beiden Vorjahren.

Bei der Rückwanderung seien dieses Jahr circa 2500 Amphibien über die Straße getragen worden. Neben Erdkröten wurden nach Angaben der Verwaltung noch einzelne Bergmolche, Kammmolche, Fadenmolche, Gras- und Grünfrösche erfasst. Die Tiere im gesperrten Straßenbereich an der Sandstraße hätten nicht gezählt werden können. Dort seien schätzungsweise noch 1000 bis 2000 weitere Tiere über die Straße gewandert.

Angesichts der Anstrengungen hätten die Amphibienschützer eigentlich mittlerweile steigende Individuenzahlen erwartet, schreibt die Gemeinde. Fehlende Nahrung durch das Insektensterben und die durch den Klimawandel veränderten Bedingungen würden als Ursache für die Stagnation vermutet.

In diesem Jahr seien überdies erstmals ausgetrocknete Exemplare am Zaun festgestellt worden, was den Ehrenamtlichen Sorgen bereite, da die Ursache nicht bekannt ist.

Den ersten nennenswerten Regen nach Abbau der Sperren hätten dann viele Tiere zur Rückwanderung genutzt und trotz der nächtlichen Lebensweise seien dabei viele Tiere auf den Straßen rund um den Präriesee überfahren worden.

Ein Dank seitens der ehrenamtlichen Amphibienschützer und der Gemeinde Westerkappeln gelte in diesem Zusammenhang den Anwohnern und Anglern am Präriesee, die mehrere Wochen Umwege in Kauf hätten nehmen müssen, heißt es in der Mitteilung.

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