50 Jahre THC Westerkappeln
Im Verein ist Sport am schönsten

Westerkappeln -

„Im Verein ist Sport am Schönsten“, heißt die Devise des Turn- und Handballclubs (THC) Westerkappeln. Heute erleben rund 700 Vereinsmitglieder Sport und Gemeinschaft im THC und würden das Motto wohl ohne zu zögern unterschreiben.

Dienstag, 30.04.2019, 19:00 Uhr
Was vor 50 Jahren mit Handball und Turnen begann, ist heute ein Sportverein mit einem breit gefächerten Angebot. Über ein lebendiges Miteinander freuen sich mit insgesamt 700 Mitgliedern Werner Schröer Anneliese Niehaus, Margret Grothaus, Gudrun Lüpping und Karl-Heinz Grewe (von links). Foto: Dietlind Ellerich

Dass Sport im Verein am Schönsten ist, konnten die Gründungsmütter und -väter vor 50 Jahren vielleicht hoffen, gewusst haben sie es aber nicht. Sie wagten den Schritt dennoch, wenn auch ein wenig aus der Not geboren.

„Wir wollten Handball spielen und hatten keine Halle“, erinnern sich Werner Schröer und Karl-Heinz Grewe an die Anfänge. „Unserer Gymnastikgruppe drohte aus Aus in der Turnhalle der Seester Schule“, weiß Margret Grothaus, dass zahlreiche Frauen mit dem Verkauf der alten Schule obdachlos geworden wären. In die Turnhalle im Dachgeschoss der Grundschule auszuweichen, kam nicht in Frage. „Die Halle durften nur Vereine nutzen“, erklärt die 83-Jährige das Dilemma. Was lag da für Turnerinnen und Handballer näher, als einen Verein zu gründen...

Aus der gemeinsamen Sache, zu der sich die Seesterinnen und die jungen CVJM-Mitglieder der Westerkappelner Ortsgruppe entschlossen, wurde eine Erfolgsgeschichte, die Ende Mai mit einem bunten Programm für kleine und große Leute ihr goldenes Jubiläum feiert.

Was im Sommer 1969 mit turnenden Frauen und Handball spielenden Jugendlichen begann und fünf Jahre später, am 29. Juli 1974, am Amtsgericht Tecklenburg unter der Nummer 323 ins Vereinsregister eingetragen wurde, hat sich zu einem heute 700 Mitglieder starken Sportverein mit mehreren Sparten entwickelt. 1975 kam Judo hinzu, gefolgt von Behindertensport (1994), Nordic Walking (2000) Gesundheitssport (2002), Radsport (2005) und Selbstverteidigung und Tai Chi (2008).

Dass ihre Zweckgemeinschaft einmal so groß und vielfältig aufgestellt sein würde, hatten Margret Grothaus, Werner Schröer, Karl-Heinz Grewe und ihre Mitstreiter vor 50 Jahren nicht auf dem Schirm. Sie wollten erst einmal nur turnen und Handball spielen. Das Trio sowie weitere neun Frauen und Männer, die damals dabei waren, sind immer noch Mitglieder. Heute wissen sie, dass Sport im Verein am Schönsten ist.

Und fit hält. Margret Grothaus und Anneliese Niehaus gehören mit ihren 83 Jahren zu den älteren Semestern und sind dienstags in der Turnhalle der Grundschule am Bullerdiek mit von der Partie, wenn Übungsleiterin Maria Knosmann sie zu Muskelaufbau und Konditionstraining bittet.

Programm zum 50-jährigen Bestehen

Das Jubiläumsjahr fing für die Handballfreunde des Vereins gut an. Am 31. Januar spielten in der Dreifachhalle die Zweitligisten TV Emsdetten und HSG Nordhorn/Lingen gegeneinander.Weiter geht es am Freitag, 24. Mai, im „Kuckucks-Nest“: Um 17 Uhr ist ein Empfang geplant, um 20 Uhr beginnt der Sportlerball.Am Sonntag, 26. Mai, laden alle Abteilungen des THC von 11 und 18 Uhr zu einem Spiel- und Sportfest in die Dreifachhalle ein. Highlight ist das integrative Tanzangebot einer Formation der Tanzschule Hull.Am 14. Juli laden der THC und der Kultur- und Heimatverein, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, gemeinsam zu einem Volkswandertag ein.

...

Vor 50 Jahren hatte unter dem Sportlehrer Ludwig Moldenhauer Völkerball, Brennball, Bockspringen und Turnen am Pferd auf dem Plan gestanden. „Da hat manch einer blaue Flecken davongetragen“, erinnern die Seniorinnen an die Kollisionen mit den Geräten. Heute geht’s ruhiger zu, auch wenn sich die Gruppe immer mit Volkstanz aufwärmt.

Das gibt Schwung und macht Spaß, denn nicht nur die sportlichen Aktivitäten sind ihnen wichtig, auch die Geselligkeit wird groß geschrieben. Runde Geburtstage und Ehejubiläen lassen sie sich heute ebenso wenig entgehen wie früher die winterlichen Touren im Kutschwagen auf Kufen. Die Erinnerung an den von einem Trecker gezogenen „Schlitten“ bereitet den Frauen noch heute Spaß.

Werner Schröer, Margret Grothaus und Karl-Heinz Grewe (von rechts) gehören zu den Gründungsmitgliedern des Turn- und Handballclubs (THC) Westerkappeln.

Werner Schröer, Margret Grothaus und Karl-Heinz Grewe (von rechts) gehören zu den Gründungsmitgliedern des Turn- und Handballclubs (THC) Westerkappeln. Foto: Dietlind Ellerich

Werner Schröer und Karl-Heinz Grewe haben noch die Arbeit an der Satzung für den neuen Verein vor Augen. Unterstützung hatten sie durch Ludwig Moldenhauer. „Er legte wirklich jedes Wort auf die Goldwaage“, sagen die Endsechziger im Rückblick. Die beiden Vorstandsmitglieder sind übrigens schon Jahrzehnte lang in ihren Ämtern. Während Schröer seit der Gründung Vorsitzender ist, hat Grewe erst dreieinhalb Jahrzehnte als Schriftführer auf dem Buckel. Das Jubiläum ziehen die langjährigen Ehrenamtlichen noch durch, dann ist für beide Schluss mit der Vorstandsarbeit.

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