Umzug von Westerkappeln nach Mettingen
Mediencooperative Steinfurt will regionaler werden

Westerkappeln -

Der 1990 gegründete Verein Mediencooperative Steinfurt siedelt demnächst von Westerkappeln nach Mettingen um. „Wir wollen uns regionaler aufstellen“, bestätigt Kreisjugendpfleger Ludger Vorndieck die Umzugspläne der von ihm mit aus der Taufe gehobenen Institution.

Dienstag, 09.04.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 09.04.2019, 17:24 Uhr
Der Verein Mediencooperative Steinfurt ist nur noch einige Wochen an der Schulstraße 4 in Westerkappeln ansässig.Der Verein Mediencooperative Steinfurt ist nur noch einige Wochen an der Schulstraße 4 in Westerkappeln ansässig. Foto: Frank Klausmeyer

Zur Zeit ist die Mediencooperative (Medico) noch an der Schulstraße 4 ansässig, dort wo auch das Kinderbüro Westerkappeln seinen Sitz hat. „Wir haben jetzt nur ein kleines Büro“, erläutert der Kreisjugendpfleger. In Mettingen wird der Verein Räumlichkeiten an der Clemensstraße beziehen. „Dort haben wir mehr Platz und können uns auch mal mit mehreren Mitarbeitern zusammensetzen“, erläutert Vorndieck .

Inzwischen hat Medico nach seinen Angaben 61 Mitarbeiter. Dazu gehörten das Kernteam mit einem halben Dutzend Leuten, zahlreiche Teilzeitkräfte und etwa 20 junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Medico ist anerkannter Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Der Verein betreibt auch die Jugendzentren in Westerkappeln und Velpe sowie weiterer Treffs im Tecklenburger Land. Darüber hinaus hat Medico die mobile Jugendarbeit in Lotte und Westerkappeln übernommen. Zunehmend leistet der Verein auch Schulsozialarbeit. In Mettingen seien mittlerweile fünf Sozialarbeiter tätig, berichtet Vorndieck.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde Westerkappeln die Mediencooperative ebenso als Partner für die Schulsozialarbeit in den Grundschulen am Bullerdieck und in Handarpe im Auge. „Das bot sich auch an für mögliche Vertretungen mit unseren Mitarbeitern in Mettingen“, sagt der Jugendpfleger. Nun will die Gemeinde aber wohl doch mit der Westerkappelner Elterninitiative für Spielen und Erleben (Wespe) zusammenarbeiten. Vorndieck hat kein Problem damit und der Umzug nach Mettingen habe damit nichts zu tun. Der sei ja schon länger geplant. Nach jetzigem Stand werde der Umzug zum 1. Mai oder zum 1. Juni vollzogen.

In Mettingen soll zudem das Europabüro eingerichtet werden, in dem sich junge Leute unter anderem über Studien- und Praktikumsmöglichkeiten im europäischen Ausland beraten lassen können.

Zum Sommer hin geht der Kreisjugendpfleger in den Ruhestand, wenngleich die offizielle Verabschiedung erst im Oktober anstehe, erläutert der 64-Jährige. Loslassen kann und will Vorndieck aber noch nicht, sondern weiter ehrenamtlich im Medico-Büro in Mettingen arbeiten. „Zwei, drei Jahre möchte ich noch richtig was tun.“

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