Westerkappelner Feuerwehr war dabei
Eine Übung der Superlative

Westerkappeln/Kreis Steinfurt -

Ihre Mission sind außergewöhnliche Schadensereignisse in der Region und der gesamten Republik: Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Eine Übung der Superlative. Beteiligt war auch die Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln.

Montag, 25.03.2019, 12:10 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 17:28 Uhr
Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht über die Autobahn sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren.Die Kolonne fuhr auch durch die Innenstädte von Ibbenbüren und Rheine. Eingereiht hatte sich auch der Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Westerkappeln (hier vorne im Bild). Foto: Jens Keblat

„Wir haben die Übung mit einem Mannschaftstransportwagen und unserem Einsatzleitwagen unterstützt“, berichtet Gemeindebrandinspektor Ingo Bünemann . Knapp ein Dutzend Westerkappelner Feuerwehrleute seien dabei gewesen.

Ein außergewöhnliches Schadensereignis war das Elbe-Hochwasser im Jahr 2013 – ein Flut-Drama gigantischen Ausmaßes. 23 000 Menschen mussten alleine in Magdeburg vor der Flut evakuiert werden, das öffentliche Leben lag brach, nichts ging mehr, weil das Wasser alle im Griff hatte: Feuerwehr , THW, Hilfsorganisationen, die Bundeswehr: Überall entlang der Elbe halfen damals viele Einsatzkräfte aus der Republik mit, die Folgen der Flut und die nicht weniger werdenden Wassermassen unter Kontrolle zu halten. Auch aus dem Kreis Steinfurt waren Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren ebenso wie Ehrenamtliche von Hilfsorganisationen längere Zeit vor Ort und packten unermüdlich mit an. Ingo Bünemann gehörte damals zum Stab der Einsatzleitung.

Möglich macht das die sogenannte „Vorgeplante überörtliche Hilfe im Bereich des Brandschutzes und der Hilfeleistung“, kurz VüH, der Feuerwehren im Kreis Steinfurt. Per Landeskonzept halten die Feuerwehr neben ihren kommunalen und den Verpflichtungen auf anderen Ebenen Teams und Technik bereit, um im Ernstfall helfen zu können.

„Es gibt Einsatzlagen in anderen Bundesländern oder auch in der näheren Umgebung, wo Feuerwehren über einen längeren Zeitraum mit größeren Lagen beschäftigt sind und diese örtlichen Trupps dann Hilfe von außerhalb gebrauchen“, sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Werner Henrichsmann .

Großübung der Feuerwehren im Kreis Steinfurt

1/15
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat
  • Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst sind am Samstag mit Blaulicht durch die Innenstädte von Rheine und Ibbenbüren sowie weite Teile des Kreisgebiets gefahren. Foto: Jens Keblat

Gemeinsam mit seinem Sohn Thomas und den Kameraden Paul Everding aus Altenberge und Manfred Böhm aus Metelen hat der Wettringer das VüH-Konzept vor kurzem umfangreich überarbeitet. Nach einigen Jahren seien Veränderungen nötig geworden, so Henrichmann.

Wasserförderung, Hochwasserlagen, Waldbrände, Explosionen und andere technische Hilfeleistungen: Insgesamt vier komplette Züge sowie ein weiterer Logistik-Zug, Unterstützung- und Führungskräfte sieht das Konzept für den Fall der Fälle vor. Die Westerkappelner Feuerwehr ist mit einem Mannschaftstransportwagen, dem Einsatzleitwagen und zehn Leuten in den dritten Zug „einsortiert“ worden, erläutert Bünemann.

Anders als bei den alltäglichen Einsätzen der Wehren, bei denen es auf jede Minute ankommt, kann die überörtliche Hilfe entweder innerhalb von höchstens zwei Stunden sofort mobilisiert werden. Dann rücken die Wehrleute für maximal 24 Stunden ohne Übernachtung aus. Oder die Einsatzkräfte haben einen Vorlauf von zwölf Stunden bis zum Abrücken für Einsätze mit einer Gesamteinsatzdauer von drei Tagen für jede einzelne Einsatzkraft. Frauen und Männer, die sich für etwaige Situationen bereithalten, haben in der Regel eine fertig gepackte Reisetasche Zuhause bereitliegen und können auf die volle Unterstützung ihrer Arbeitgeber und Familien zählen.

Am Samstag wurde die neuste Fassung des Konzepts „auf Herz und Nieren geprüft“, wie Henrichsmann sagt. Bereits gegen 9 Uhr waren die Kräfte zu einem Bereitstellungsraum in der Kaserne in Rheine-Bentlage alarmiert worden. Hauptgrund für die Übung: Die Alarmierung. Im Zuge der Neukonzeptionierung habe man die Funkmeldeempfänger der Wehrleute im Kreis neu programmieren müssen. Die Übung sollte nun zeigen, ob der Alarm jetzt auch bei allen Frauen und Männern ankommt.

Im Anschluss übten die Einsatzkräfte die Kolonnenfahrt. Rund 50 Einsatzfahrzeuge durchquerten im Verband das Kreisgebiet, passierten Innenstädte, Bundesstraßen und auch Autobahnabschnitte. Beendet wurde diese Großübung mit einem Mittagessen in den Räumen der Feuer- und Rettungswache Ibbenbüren.

Mit dem Ergebnis zeigten sich die Verantwortlichen sehr zufrieden. Man sei nun wieder bestmöglich gerüstet, um auch außerhalb des Kreises zu helfen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6495685?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
Verstoß gegen Tierschutzgesetz: „Verletzungen billigend in Kauf genommen“
Urteil in Viehtransport-Prozess: Verstoß gegen Tierschutzgesetz: „Verletzungen billigend in Kauf genommen“
Nachrichten-Ticker