Arbeitseinsatz in Westerkappelner Naturschutzgebiet
Landrat macht Überstunden in Gummistiefeln

Westerkappeln -

Dr. Klaus Effing ist fast immer im feinen Anzug im Dienst. Am Samstag machte der Landrat Überstunden mit Arbeitshandschuhen sowie in Gummistiefeln, einer dicken Jacke und mit Wollmütze.

Montag, 18.12.2017, 15:12 Uhr

Zusammen mit der AG Naturschutzjugend war am Samstag Landrat Dr. Klaus Effing (Mitte) in der Düsterdieker Niederung im EinsatzSelten bekommt man den Landrat bei einem offiziellen Termin in dieser Montur vor die Kamera.
Zusammen mit der AG Naturschutzjugend war am Samstag Landrat Dr. Klaus Effing (Mitte) in der Düsterdieker Niederung im EinsatzSelten bekommt man den Landrat bei einem offiziellen Termin in dieser Montur vor die Kamera. Foto: Heinrich Weßling

So wie alle Aktiven, mit denen Effing am Samstagmorgen in der Düsterdieker Niederung schuftete. Die AG Naturschutzjugend der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL) war wieder Einsatz im Einsatz und bekam prominente Unterstützung durch den Verwaltungschef des Kreises Steinfurt.

Im Bereich des Unteren Schachselgrabens wurden Gagelsträucher geschnitten. „Da muss der Weihnachtsbaum zu Hause mal warten“, meinte Effing schmunzelnd. „Naturschutz ist ganz wichtig.“ Friedhelm Scheel , der Betreuer der Jugendlichen, könnten stolz auf so viele junge und engagierte Mitstreiter sein.

Zusammen mit der AG Naturschutzjugend war am Samstag Landrat Dr. Klaus Effing (Mitte) in der Düsterdieker Niederung im Einsatz.

Zusammen mit der AG Naturschutzjugend war am Samstag Landrat Dr. Klaus Effing (Mitte) in der Düsterdieker Niederung im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling

Scheel, der die Umweltaktion organisiert hatte, freute sich über den Besuch des Landrates und natürlich über das Engagement seiner jungen Leute; egal ob es Studenten sind oder 14-jährige Jungs und Mädchen. Das bestärke ihn immer wieder, weiterzumachen.

Gagelstrauch

Der Gagelstrauch, auch Gagel oder Moor-Gagel genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Gagel­strauchgewächse. Er ist in Nordamerika und im nordwestlichen Europa weit verbreitet und ist in Europa die einzige Art der Familie Myricaceae.

Zu germanischen Zeiten wurden die im Aroma an Lorbeer erinnernden Blätter zum Würzen von Speisen und zur Herstellung des legendären Gruitbier genutzt. Der Strauch kommt aus moorigen Gegenden und kann gut in Gesellschaft mit Heide und Rhododendron stehen, jedoch nicht in einem normalen Kräuterbeet gepflanzt werden, dafür wäre die Erde nicht sauer genug! Aus Früchten und Beeren wurde früher ein Harz zur Bereitung von Kerzen gewonnen. (Quelle: Wikipedia)

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Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Ehrenamtlichen arbeiteten, ist die Naturschutzstiftung des Kreises Steinfurt. Dessen Geschäftsführer, Udo Schneiders, kam auch auf eine Stippvisite vorbei. Gerne hätte er nach eigenen Worten selbst die Stiefel angezogen und mitgemacht, aber andere Termine hätten diesen Plan kurzfristig durchkreuzt. Auch er lobte die AG Naturschutzjugend für ihr vorbildliches Engagement.

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