„Den Prozess unterstützen“
Entscheidungen zur Entwicklung der RAG-Flächen

Tecklenburger Land -

Wir sind nicht die Entscheider. Aber was wir an Zahlen und Fakten liefern können, das tun wir, unterstützen den Prozess als engagierte Begleiter.“ Die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH stehe im ständigen Austausch mit den Konversionsbeteiligten, unterstütze den Prozess ebenso wie die RAG Montan Immobilien, so Jörg Buhren-Ortmann, Mitglied der Geschäftsführung des heimischen Bergwerks.

Samstag, 07.03.2015, 10:03 Uhr

Jörg Buhren-Ortmann, Geschäftsführer des heimischen Bergwerks.
Jörg Buhren-Ortmann, Geschäftsführer des heimischen Bergwerks. Foto: Sabine Plake

Denn schließlich geht es im Konversionsprozess auch um die Zukunft der vier Standorte der RAG Anthrazit: Die Bergehalde an der Hopstener Straße mit 86 Hektar, die Bergehalde Rudolfschacht mit mehr als 135 Hektar, das Zechengelände von Oeynhausen (44 Hektar) und das Zechengelände Nordschacht (17,9 Hektar). Und es gibt die Zechenbahn, deren Gleisharfe mitten auf dem Oeynhausen-Gelände liegt. Für die Zechenbahn habe man RWE ein Vorkaufsrecht eingeräumt, so RAG-Bereichsleiter Hubert Hüls. Was die Zechenbahn betrifft, müsse deutlich vor 2018 eine Entscheidung fallen.

Überhaupt müssen im Konversionsverfahren in den nächsten Jahren Entscheidungen fallen, ob und wie Standorte entwickelt werden sollen. Markscheider Heinz-Dieter Pollmann : „Wenn wir wissen, welches Gelände in welcher Form entwickelt werden soll, könne wir mitgestalten.“ Jörg Buhren-Ortmann nennt ein Beispiel für die Halden aus dem Ruhrgebiet. Auf einer Halde der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop ist ein Amphitheater entstanden, in dem seit Jahren kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Dafür musste ein Windschutz-Wall her. Das sei bei der Schüttung mit Bergematerial auf der Halde mit berücksichtigt worden, so Buhren-Ortmann.

Nach Ende der Kohleförderung 2018 wird die RAG Anthrazit übrigens weiter vor Ort sein. Heinz-Dieter Pollmann erklärte, der Rückzug aus der Grube, bei dem Materialien nach über Tage gebracht werden, dauere etwa ein Jahr. Dann folge die Schachtverfüllung. Ende 2019, so der Plan, werden die Pumpen abgestellt, die Grube wird geflutet. Ende 2022 dürfte sie voll sein, dann wird die Brunnenwasserhaltung vorbereitet. Ab 2023 ist die langfristige Wasserhaltung geplant.

Für die Bergschadenregulierung wird die RAG während des ganzen Prozesses und danach vor Ort sein. Erst nach 30 Jahren nach Abbauende tritt eine Verjährung der Schäden ein.

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