Landesamt bestätigt Sichtung
Wolf entdeckt und gefilmt

Tecklenburg -

Nun hat auch Tecklenburg seinen Wolf. Das Tier wurde am vergangenen Freitag gesichtet. Das teilt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) am Mittwoch mit. 

Mittwoch, 15.05.2019, 20:20 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 07:17 Uhr
Ein Wolf ist bei Tecklenburg gesehen worden. Foto: Dietmar Jeschke

Ohne allerdings auch nach Anfrage dieser Zeitung genau zu bezeichnen, wo denn der Wolf gesehen wurde. „Bei Tecklenburg“ heißt es lediglich.

Ein Anwohner habe morgens den Wolf entdeckt und das Tier mit einer Handykamera aufgenommen. „Fotos und Filme wurden vom LANUV begutachtet. Der Beobachtungsort wurde von einem Wolfsberater verifiziert und nach weiteren Spuren abgesucht, teilt das Landesamt mit.

Über die Identität des Wolfes lasse sich keine Aussage treffen. Zuletzt gab es am Samstag in Recke - etwa 20 Kilometer von Tecklenburg entfernt - eine mutmaßliche Wolfssichtung. Vor ein paar Wochen riss die Wolfsdame „GW965f” in einer Bauerschaft bei Westerkappeln zwei Damtiere. Es waren die ersten bestätigten Wolfsrisse [WN+] im Münsterland.

Verhaltenstipps bei einer Wolfsbegegnung

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  • Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Wolf in freier Wildbahn begegne? Das NRW-Umweltministerium gibt für den „äußerst unwahrscheinlichen“ Fall folgende Tipps:

    Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Wolf in freier Wildbahn begegne? Das NRW-Umweltministerium gibt für den „äußerst unwahrscheinlichen“ Fall folgende Tipps:

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!

    Das Bild zeigt „Wolfsflüsterer“ Jos de Bruin im Naturwildpark „Granat“ in Haltern-Lavesum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurück zieht.

    Foto: Patrick Pleul (dpa)
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurück ziehen.

    Foto: Bernd Thissen (dpa)
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht, zum Beispiel, indem man das Tier laut anspricht, in die Hände klatscht oder mit den Armen winkt.

    Foto: Julian Stratenschulte (dpa)
  • Da Wölfe die Nähe des Menschen mieden, sei es selbst in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, äußerst unwahrscheinlich, ein Tier zu Gesicht zu bekommen, betont das Umweltministerium.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen könne es aber vorkommen, dass die Neugier stärker sei, als die Furcht.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jede Sichtung eines Wolfs sollte möglichst bald an das zuständige Landesumweltamt gemeldet werden – in NRW unter der Nummer 02361-3050 (werktags) bzw. 0201-714488 (außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende) oder per E-Mail wolf_nrw@lanuv.nrw.de erreichbar.

    Foto: Gunnar A. Pier
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