Parteien kritisieren Auslagerung der Hauptschüler
„Fehlentscheidung korrigieren“

Tecklenburg -

„Behebung der Missstände an der Hauptschule Tecklenburg“ steht über dem gemeinsamen Antrag von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, mit dem sich der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung befassen soll. Ziel ist es, den zehnten Jahrgang zurück nach Tecklenburg zu holen. Derzeit werden die Abschlussschüler in der Bodelschwingh-Realschule in Lengerich unterrichtet.

Dienstag, 12.02.2019, 06:22 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 06:30 Uhr
Die Zehntklässler der Hauptschule sollen wieder in Tecklenburg unterrichtet werden, fordern CDU, Grüne und FDP. Foto: Ruth Jacobus

In dem Antrag wird die Auslagerung der Zehntklässler als „Fehlentscheidung“ bezeichnet, die sich im kommenden Schuljahr nicht wiederholen dürfe. Die Verwaltung soll prüfen, ob die Jahrgangsstufe 10 im Gebäude am Howesträßchen unterrichtet werden kann, das von Hauptschule und Gesamtschule gemeinsam genutzt wird. Das soll zügig geschehen, denn im Antrag ist die Rede davon, „die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs eventuell noch in diesem Schuljahr in Tecklenburg beschulen zu können“.

Für den Fall, dass im Schulgebäude keine entsprechenden Klassenräume bereitgestellt werden können, setzen die Antragsteller auf die Prüfung einer Containerlösung. Am Kindergarten in Ledde stehe ein Pavillon. Ob der als Klassenzimmer genutzt werden könnte, soll von der Verwaltung geprüft werden. Sei das nicht der Fall, sollen Angebote für geeignete Objekte eingeholt werden. Wo ein Pavillon auf dem Gelände der Hauptschule aufgestellt werden könnte, gehört ebenfalls zum Auftrag an die Verwaltung.

Handlungsbedarf sehen die drei Ratsparteien aus folgenden Gründen: Die Zehntklässler fühlen sich im Stich gelassen. Bei Ausfall einer Lehrkraft könne mit Blick auf den kleinen Lehrerpool in Lengerich der Unterricht nicht aufrecht erhalten werden. An einem gemeinsamen Standort sehe das besser aus. Das diene auch der bestmöglichen Vorbereitung der Zehntklässler auf ihre Abschlussprüfungen, die bei der aktuellen Lösung nicht gegeben sei.

Geregelter Fachunterricht sei nicht möglich, „da die entsprechenden Fachräume nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen“, heißt es im Antrag weiter. Ebenso fehle es Schülern wie Lehrkräften an einer hinreichenden technischen und zeitgemäßen Ausstattung, um den Unterricht gemäß moderner Anforderungen gestalten zu können.

Weitere Kritikpunkte der Parteien, die im Antrag aufgeführt werden: „Aus der Schülerschaft werden Stimmen laut, die ihr Recht auf Unterricht einfordern. Eine angemessene Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist aufgrund mangelnden Personals ausschließlich an einem gemeinsamen Standort zu gewährleisten.“

Seitens der Hauptschule war auf Nachfrage dieser Zeitung am Montag nur eine knappe Stellungnahme zu erhalten: Aus pädagogischen Gründen würde es begrüßt, wenn es keine Auslagerung mehr gebe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6385112?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Krähen zieht es in die City
Krähen gelten als Allesfresser. Nach Schätzungen der Verwaltung leben im Stadtgebiet mehrere Tausend Vögel dieser Art. Zuletzt wurden innerhalb eines Jahres 1700 Vögel geschossen.
Nachrichten-Ticker