Tecklenburger Kostbarkeiten
„Der Engel leuchtende Spuren“

Tecklenburg -

In der unvergleichlichen Atmosphäre des Rittersaals von Haus Marck wurden am Samstag wieder Tecklenburger Kostbarkeiten „serviert“. Diesmal standen Musik und Lesungen ganz im Zeichen der Engel. Bei zwei Auftritten hatten die Zuhörer im jeweils ausverkauften Saal Gelegenheit, den Schmaus für Augen und Ohren in sich aufzusaugen.

Sonntag, 09.12.2018, 18:53 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 16:58 Uhr
Verzauberten das Publikum mit ihren beiden Auftritten im Rahmen der Tecklenburger Kostbarkeiten (von links): Stefanie Bloch, Detlef Salomon, Ulrike Lausberg und Gary Woolf. Foto: Nicole Degutsch

Ulrike Lausberg begrüßte als Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule (zusammen mit der Musikschule Veranstalter des Konzerts), das Publikum: „Wir brauchen gar nicht viel von Engeln zu spielen, denn sie sind alle Engel, weil sie heute hier sind“. Sie bedankte sich bei der Familie von Diepenbroick-Grüter, die seit Jahren ihre Räume für die Tecklenburger Kostbarkeiten zur Verfügung stellt.

Sanft begann das Konzert mit zwei Sätzen aus der Triosonate für Flöte (Gary Woolf, Querflöte), Oboe (Stefanie Bloch) und Basso continuo (Ulrike Lausberg) von Georg Philipp Telemann. In den Lesungen erzählte Detlef Salomo, Hobby-Rezitator und Pfarrer an der evangelischen Kirche Lotte, mit viel Humor und Inbrunst von Engeln in Krippenspielen, die teilweise ihren „Job“ bis ins hohe Alter sehr ernst nehmen. So nämlich geschah es in der Geschichte von Mariechen, die 60 Jahre lang als Engel auf der Bühne stand und schließlich sogar mit ihren Engelsflügeln begraben wurde.

Das Publikum lauschte andächtig, schmunzelte bei Salomos Geschichten und genoss die sorgsam ausgewählte Musik. Denn die hielt wieder einige Schätze bereit. Dem Engelsgesang von Charles John Grey folgte Gary Woolfs wundervoll klar und rein gespieltes Flötensolo der Sarabande aus der Parita a-Moll von Johann Sebastian Bach.

Bei Lothar Graaps Spielmusik „Als ich bei meinen Schafen wacht, ein Engel mir die Botschaft bracht“ schien es, als würden die Instrumente untereinander einen Dialog führen. Anne Danican-Philidors „Drei Sätze aus der Suite I“ passten wunderbar in die herrschaftlichen Räume des Hauses Marck.

Salomo erzählte an diesem Tag auch Nachdenkliches, so etwa die Geschichte vom raffgierigen Kaufmann, der nach seinem Tod seine Seele suchen musste, um durch die Himmelspforte zu gelangen. Er schaffte es zur Erleichterung der Zuhörer, indem er mehrere Stationen seines unrühmlichen Lebens besuchte.

Nach dem Konzert gab es neben viel Applaus und Bravo-Rufen noch eine Zugabe und ein Geburtstagsständchen für Stephanie Bloch.

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