„Mistcapala“ gastiert im Kulturhaus
Spaß mit Dudelsack und Ukulele

Tecklenburg -

„Die Bude ist voll, die Kasse quillt über…“, mit diesem Stück eröffneten die vier Künstler des Musikkabaretts „Mistcapala“ ihr zweistündiges Programm. Leider war „die Bude“ nicht voll, nur etwa 80 Besucher hatten sich an diesem nasskalten Abend im Kulturhaus eingefunden. Da wollte der Funke zunächst noch nicht richtig überspringen. Doch das änderte sich im Laufe des Abends spürbar, als das Herrenquartett aus dem bayrischen Landsberg am Lech so richtig aufdrehte.

Montag, 03.12.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 16:30 Uhr
Als Gaukler gekleidet verabschiedeten sich die Herren von „Mistcapala“ im Kulturhaus von ihrem begeisterten Publikum. Foto: Gernot Gierschner

Das Programm von „Mistcapala“ ist eine Nummern- Revue, in der stark überzeichnet wird: Der Schweizer Zöllner, der die Musiker nicht einreisen lässt, weil er ihren Dudelsack für eine Ziege hält. Der Mann, der noch bei Mutti wohnt und auf Facebook verzweifelt Freunde sucht. Oder der Pauschaltourist, der nicht sieht, wie der Einheimische verdurstet. Das alles wird vorgetragen mit ausgefeilten, witzigen Texten und virtuos gespielter Musik.

Überhaupt ist die Musik - wie man Neudeutsch sagt – der Markenkern der Truppe. Sie spielen auf einer unglaublichen Vielfalt von zum Teil sehr ausgefallenen Instrumenten. Da wäre zum einen der unterfränkische Dudelsack, von dem der Schweizer Zöllner verlangt, „ihn in Betrieb zu setzen“. Am anderen Ende der Ins-trumenten-Palette steht das Theremin, das einzige berührungslos gespielte Musikinstrument der Welt. Es klingt wie eine jaulende Katze in einem Trichter. Daneben wird auf Kontrabass, Ukulele, Drehleier Akkordeon und Gitarre gespielt und diese Aufzählung ist noch unvollständig. Mit diesen Instrumenten Stücke wie „Bohemian Rhapsody“ von Queen oder „Das Model“ (Sie ist ein Model und sie zieht nicht aus!) von Kraftwerk zu spielen ist hohe Kunst.

Bei ihrer Zugabe kehrten die Künstler zurück in ihre berufliche Vergangenheit. Angefangen hatte ihre Karriere nämlich mit Auftritten bei Mittelalterfesten. So zogen sie zum Schluss, als Gaukler gekleidet und ein Spottlied auf den Lippen, aus dem Saal des Kulturhauses. Die Zuschauer waren begeistert und es ist zu hoffen, dass „Mistcapala“ beim nächsten Auftritt in Tecklenburg die Bude wirklich voll bekommt.

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