Rettungspunkte an den Wanderwegen
Kleines Schild mit großer Wirkung

Tecklenburg -

Herzrasen, Schweißausbrüche – dem Wanderer geht es gar nicht gut. Er fühlt sich so schlecht, dass er dringend Hilfe braucht. Die 112 ist schnell gewählt, doch dann will der freundliche Herr in der Kreisleitstelle wissen, wo sich der Kranke denn genau befindet. „Im Kurpark in Tecklenburg.“ Doch der ist groß. Gut, wenn es dort eine Bank mit einem Schild als Rettungspunkt gibt. „Kurpark, Boule-Anlage und TEC 206“ ist darauf zu lesen. Gibt der Wanderer das durch, wissen die Sanitäter sofort, wo sie genau hinmüssen und wie sie auf schnellstem Wege zu dem Ort gelangen. Dem Geschichts- und Heimatverein (GHV) sei dank.

Donnerstag, 20.09.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 22:00 Uhr
Die ersten Schilder werden montiert. Mit dabei sind (von links) Daniel Bardelmeier, Beisitzer im Vorstand des GHV; Andy Brockmann, Feuerwehr-Zugführer Löschzug Tecklenburg und Mitglied im GHV, Stelios Katsarou, Schatzmeister und Frank Bosse, Vorsitzender des Vereins.

Vorerst 20 solcher Schilder bringt der GHV derzeit an Wanderwegen an und schafft damit sogenannte Rettungspunkte. „Das Kernproblem ist doch die Frage, ob man sich artikulieren und genau beschreiben kann, wo man sich befindet, wenn man sich unwohl fühlt“, beschreibt es GHV-Vorsitzender Frank Bosse. Durch seinen Sohn, aktiv bei der Feuerwehr in Dörenthe, habe er von den Schildern erfahren, und die Idee aufgegriffen.

Es folgten Gespräche mit der Stadt und der Tecklenburg Touristik. Gemeinsam mit der Kreisleitstelle wurde ein Formblatt erstellt und der jeweilige Anfahrtsweg erfasst. Unterstützt wurde Bosse dabei von Udo Kreimeier, dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr. Landet ein Notruf bei der Kreisleitstelle und wird zum Beispiel Rettungspunkt TEC 206 mitgeteilt, bekommen die Sanitäter sofort die genauen Koordinaten sowie die Beschreibung, ob etwa Schranken den Weg versperren und welcher Schlüssel dazu passt. „Das spart Minuten, die entscheidend sein können“, erläutert Bosse. Die Koordinaten hat er mit einem Geocaching-Gerät erfasst. „Es ist eine Menge Arbeit, die aber Spaß macht.“ Und: „Es ist eine sinnvolle Sache.“ Die Heimatvereine und die Löschzüge in den Ortsteilen seien informiert, auch der städtische Bauhof habe alle Unterlagen mit den Koordinaten.

Die Schilder, die man bald in allen Ortsteilen findet, habe der GHV bezahlt, so Bosse. Dass zu den derzeit 20 noch weitere Rettungspunkte hinzukommen, davon geht er aus.

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