Ledder Werkstätten
Ganz reguläre Arbeitsplätze

Tecklenburg-Leeden -

Landesarbeitsminister Rainer Schmeltzer war beeindruckt von der Arbeit, die von den Beschäftigten der Ledder Werkstätten im „LebensMittelpunkt“ in Leeden geleistet wird.

Samstag, 15.04.2017, 07:04 Uhr

Gekauft hat der Minister nichts, aber Rainer Schmeltzer hat Bianka Holtmann aufmerksam zugehört. Sie ist seit Eröffnung des Ladens in Leeden dort beschäftigt.
Gekauft hat der Minister nichts, aber Rainer Schmeltzer hat Bianka Holtmann aufmerksam zugehört. Sie ist seit Eröffnung des Ladens in Leeden dort beschäftigt. Foto: Ledder Werkstätten

„Läuft´s?“ Rainer Schmeltzer fragt ganz direkt. „Ja, ganz gut. Wir machen hier alles. Regale einräumen, die Haltbarkeitsdaten kontrollieren, den Kunden helfen, kassieren, den Kaffee ausgeben. Das Gute ist: Wir können immer jemanden fragen. Aber eigentlich machen wir alles selbst. Also außer die Bestellungen.“ Bianka Holtmann lehnt an der Kassentheke und gibt dem Landesminister für Arbeit, Integration und Soziales Auskunft. Der Sozialdemokrat hört der Beschäftigten geduldig zu und fragt dann Marianne Büscher, ob jemanden aus der Kundschaft eigentlich Behinderung stört. „Nö“, berichtet die Geschäftsleiterin. „Das stört hier keinen. Die Kunden finden das gut, dass man sich Zeit für sie nimmt. Und dass sie hier ein breites Sortiment finden und auch noch einen guten Kaffee bekommen. Nachmittags ist unser Samocca-Foyer meist ziemlich gut besetzt.“

Der Minister war auf Einladung des SPD-Landtagskandidaten für den hiesigen Wahlkreis, Frank Sundermann, gekommen. Vormittags schaute er sich ein DRK-Wohnprojekt in Mettingen an, mittags den „LebensMittelpunkt“ in Leeden . Seit Dezember führen die Ledder Werkstätten (LeWe) das Lebensmittelgeschäft in der vormaligen Filiale der Kreissparkasse.

Fünf Menschen mit Behinderung sind inzwischen dort beschäftigt, leisten alle Aufgaben, die in einem Laden anfallen und haben richtig viel Spaß an ihrer neuen Aufgabe, heißt es in einem Bericht der LeWe. Das merken offenbar auch die Kunden, der Laden läuft.

Minister Schmeltzer merkt an, dass sich die Menschen mit Behinderung als „echte Arbeitnehmer“ fühlen könnten. „Der Status ist aber ein anderer. Die Menschen sind Beschäftigte. Daraus leiten sich andere Rechte ab“, betont Horst Dölling. Dem Kaufmännischen Leiter der LeWe ist die Unterscheidung wichtig. Der „LebensMittelpunkt“ sei kein Integrationsbetrieb, sondern es gebe hier reguläre Werkstatt-Arbeitsplätze. Einig sind sich beide Männer, dass Beschäftigte aus ihrer Arbeit im Laden einen hohen Nutzen für sich ziehen.

Beim Gang durch die Regale sind die Politiker beeindruckt von der Angebotsvielfalt. Bürgermeister Stefan Streit betont, dass der Ortsteil zuvor über Jahre keine Grundversorgung mehr gehabt habe. „Das ist hier eine total gelungene Folgenutzung!“

Eine gute Stunde später nehmen die Sozialdemokraten Platz im Lengericher Samocca-Café, lassen sich über das Konzept informieren und besuchten zum Abschluss das „Visavis Samocca“ – dann geht´s weiter in den Heimatwahlkreis von Rainer Schmeltzer. Nach Lünen, wo schon die nächsten Wahlkampftermine auf den 56-Jährigen warten.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4767623?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F4852188%2F4894345%2F
Kobylanskis herrlicher Schlenzer bringt Preußen drei Punkte gegen Würzburg
Fußball: 3. Liga: Kobylanskis herrlicher Schlenzer bringt Preußen drei Punkte gegen Würzburg
Nachrichten-Ticker