Erste Beigeordnete Maria Lindemann und Vorzimmerdame Inge Ziuziakowski verabschiedet
Ein Anruf kann alles verändern

Steinfurt -

Es gab stehende Ovationen, Blumensträuße, Champagner und andere gute Tropfen in Flaschen. Die Erste Beigeordnete Maria Lindemann und die Chefin im Bürgermeister-Vorzimmer Inge Ziuziakowski wurden am Donnerstagabend vom Rat verabschiedet.

Freitag, 11.10.2019, 17:10 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 15:24 Uhr
Für die Erste Beigeordnete Maria Lindemann war es am Donnerstag die letzte Ratssitzung in Steinfurt. Foto: Axel Roll

Die Bürgermeister-Stellvertreterin geht bekanntlich nach fünfjähriger Dienstzeit zum 1. November als Bürgermeisterin in ihren Heimatort Spelle. Inge Ziuziakowski sagt nach 46 Arbeitsjahren, 43 davon im Vorzimmer der Verwaltungsspitze, mit einem Augenzwinkern: „Ich rette niemanden mehr, jetzt rette ich mich selbst.“

„Eigentlich wollte ich bis zum Ruhestand in Steinfurt bleiben“, betonte Maria Lindemann vor dem Plenum im Bürgersaal. „Ein Anruf – und alles verändert sich“, erinnerte die scheidende Dezernentin an die Anfrage der CDU in Spelle im vergangenen Jahr, ob sie sich vorstellen könne, als Bürgermeisterkandidatin für sie ins Rennen zu gehen. Maria Lindemann: „Wenn die Heimat ruft. . .“ Ihr Appell an die Mitglieder des Rates und der Verwaltung: „Machen Sie die Kommune mit den Bürgern fit für die Zukunft.“

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer lobte die Arbeit ihrer Stellvertreterin und nannte beispielhaft das Integrationskonzept, das inzwischen Vorbild für andere Städte und Gemeinden sei. Im Anschluss sprachen ausnahmslos alle Fraktionen des Rates der künftigen Bürgermeisterin ihre Wertschätzung aus.

Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger ist bislang noch nicht gefunden. Der Rat hat sich am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung aber auf weitere Verfahrensschritte geeinigt. So haben die Fraktionen unter den 30 Bewerbern eine Vorauswahl getroffen. Wie viele genau die erste Runde überstanden haben, wollte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer mit Verweis auf rechtliche Vorgaben nicht sagen. Nur so viel: „Es sind mehr als eine Handvoll.“ Für diese Kandidaten wird es im November, ein genauer Termin steht noch nicht fest, ein Assessmentcenter geben, das von einem externen Institut durchgeführt wird. Auch das hat der Rat am Donnerstag aus dreien ausgewählt. „Nach dieser Runde wird dann festgelegt, welcher Bewerber, vielleicht sind es auch mehrere, sich dann dem Rat vorstellt“, erläuterte die Bürgermeisterin das weitere Verfahren. Beim Assessmentcenter sind auch Vertreter aus den Ratsfraktionen dabei.

Auch wenn Inge Ziuziakowski eigentlich keinen großen Bahnhof für ihren Abschied aus dem Bürgermeister-Vorzimmer wollte, nutzte Claudia Bögel-Hoyer die Gelegenheit, ihrer engen Mitarbeiterin für den langjährigen Einsatz zu danken. „Es war eine tolle Zusammenarbeit.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6994370?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Schuldfähigkeit wird geklärt
Am 11. August war die Feuerwehr an dem Hotel im Einsatz.
Nachrichten-Ticker