Die Begeisterung von Literatur auf die Bühne bringen
Wenn Poesie entertaint

Freddy Allerdisse hat seine Hobbys mit der Agentur „Mundwerkkunst“ zum Beruf gemacht. Er verbindet Musik, Poetry-Slam und Moderation und begeistert so auf Events aller Art. Jugendfrei hat sich mit dem Multi-Talent getroffen und gefragt, was seine Agentur für Jugendliche macht und was seine Agentur ausmacht.

Freitag, 11.10.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 17:10 Uhr
Freddy Allerdisse (r.) wird oft mit seiner Agentur Mundwerkkunst für die Veranstaltung von Kultur-Events oder Moderationen beauftragt. Im Bereich der Jugendarbeit geht Freddy öfter mal in Schulen und gibt Workshops zum Thema Poetry-Slam Foto: Screenshot Mundwerkkunst.com

Mit einer Bühnenshow ein zahlreiches Publikum zu entertainen, das traut sich nicht jeder. Freddy Allerdisse, Moderator, Poetryslammer, Musiker und Inhaber von der Event-Agentur „Mundwerkkunst“ steht jährlich auf ungefähr 150 Bühnen. Der 24-jährige, als Veranstaltungskaufmann ausgebildeter Künstler, wurde in Haltern am See geboren und wohnt nun in Münster. Seit 2014 steht er auf Bühnen, erstmals bei einem Musikwettbewerb von „SchoolJam“. Mit seinem Duo „Zwei Klang“ kam er dort unter die zehn besten Schülerbands. Seitdem versucht er, seine Leidenschaften Musik und Poesie zusammen auf die Bühne zu bringen, um die Zuschauer zu unterhalten und sie zum Lachen oder Nachdenken zu bringen. Um diese Leidenschaften zum Beruf zu machen, gründete er 2017 die Agentur „Mundwerkkunst“. Jugendfrei hat sich mit dem Multi-Talent getroffen und ihn zu seinem Beruf und seiner Agentur befragt.

WN : Hallo Freddy, würdest du uns kurz erklären, was „Mundwerkkunst“ ist?

Freddy: Mundwerkkunst ist eine klassische Event- und Kultur-Agentur, wobei der Schwerpunkt auf Literatur liegt. Wir sind dafür da, um das Veranstalten zu lehren und Künstler zu vertreten und zu unterstützen. Dabei ist Münster unsere Herzstadt und uns ist wichtig, vor allem für die Studenten gute Kulturarbeit durch unsere Eigenevents zu leisten. Wir wollen die Menschen durch unsere Veranstaltungen zum Lachen bringen.

WN: Aus wie vielen Personen besteht die Agentur?

Freddy: Wir sind eine kleine Agentur mit einem Team aus zurzeit vier Mitarbeitern. Ich würde mich selber nicht wirklich als den Chef bezeichnen, da bei uns sehr viel Teamarbeit herrscht und wir untereinander teilweise gut befreundet sind. Unser Team besteht auch aus Studenten, wobei es gar nicht möglich ist, in Vollzeit zu arbeiten. Alle bei Mundwerkkunst sind mit Leidenschaft dabei, was das Arbeitsumfeld sehr angenehm macht.

WN: Wie viele Events organisiert ihr jährlich und in welchen Orten seid ihr überwiegend vertreten?

Freddy: Schätzungsweise würde ich sagen, dass wir knapp 50 Eigenveranstaltungen jährlich auf die Beine stellen. Jedoch werde ich als Moderator für Bühnenauftritte von unterschiedlichen Agenturen angefragt, was jährlich um die 150 sind. Deswegen bin ich auch häufiger unterwegs, da die Anfragen nicht nur aus dem Münsterland kommen. Die Events von Mundwerkkunst sind hauptsächlich in Münster, meiner Heimatstadt Haltern, Dülmen, Osnabrück und hin und wieder auch in Dortmund.

WN: Was ist das bekannteste beziehungsweise beliebteste Eurer Events?

Freddy: Unser zurzeit größter Kunde war das Giro Radrennen im Münsterland Anfang Oktober. Dort haben wir als Agentur einen Bereich mitbegleitet. Unsere Eigenevents sind meistens auf gleicher Wellenlänge, häufig sind die Shows mit 200 bis 300 Personen ausverkauft, worüber wir als Team wirklich stolz sind.

WN: Was für Kunden kommen auf Euch zu und wobei suchen sie Eure Hilfe?

Freddy: Meistens melden sich Kulturhäuser und Theater bei uns, die dann nach Ideen für die Gestaltung und Unterhaltung von ihren Events fragen. Zusammen wird dann ein Konzept entwickelt und besprochen, wie ich als Moderator eingesetzt werde, eben wie eine klassische Künstleragentur. Zurzeit läuft eine Kooperation dieser Form mit „Jodel“.

WN: Was gefällt dir am besten an dem Beruf und gibt es etwas, was Dich am meisten Überwindung kostet oder wo vor Du vor den Auftritten am meisten Angst hast?

Freddy: Als Künstler bin ich froh, genau das zu meinem Beruf machen zu können und dort meiner Kreativität freien Lauf lassen zu können. Jedoch macht man sich immer Gedanken, ob das auch bei dem Publikum gut ankommt, was ja letztendlich das Ziel eines guten Events ist. Hin und wieder gibt es Veranstaltungen, bei denen man nicht ausreichend vorbereitet ist, aufgrund von zum Beispiel Zeitdruck oder einer einfachen Schreibblockade. Wenn das Publikum dann auch noch klein und überschaubar ist, habe ich auch mal mehr Lampenfieber als üblicherweise. Bei Poetry Slams ist es möglich, auch alte Texte vorzutragen, was die Vorbereitungszeit wegfallen lässt. Für meine Solo-Shows habe ich meistens mehrere Wochen für das Planen. Mundwerkkunst ermöglicht es mir, meine Zeit frei einteilen zu können.

WN: Du hast bereits erwähnt, dass ihr viel Wert auf interessante Veranstaltungen für die Studenten legt. Was bietet Mundwerkkunst für die Jugend an?

Freddy: Im Bereich Poetry Slam haben wir auch Workshops für Jugendliche, die dann beispielsweise über die Schulen laufen. Dort bringen wir dann den Schülern das Bühnenauftreten und die poetische Literatur näher. Uns ist vor allem der Spaß an der Kunst wichtig.

:

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6991794?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Schuldfähigkeit wird geklärt
Am 11. August war die Feuerwehr an dem Hotel im Einsatz.
Nachrichten-Ticker