Beratung im Planungsausschuss
Campingplatz-Konzept fällt durch

Burgsteinfurt -

Eigentlich ging es nur um zwei kleine Veränderungen für den geplanten Campingplatz am Hof Köninck. Die auf einem Drittel der Gesamtfläche geplanten Mobilheime sollten 30 Zentimeter höher und zehn Quadratmeter größer ausfallen. Die Mitglieder des Planungsausschusses nutzten am Dienstagabend diese beantragte Änderung des Bebauungsplanes aber dazu, die schon vor fünf Jahren geführte Grundsatzdiskussion pro und contra Campingplatz erneut aufflammen zu lassen.

Dienstag, 19.02.2019, 21:26 Uhr
Das Areal um den Veltruper See war schon häufiger Ziel von Ortsbegehungen durch die Politik. Das Foto zeigt den Besuch des Regionalratsvorsitzenden Engelbert Rauen vor sechs Jahren. Foto: Drunkenmölle

Mit dem Ergebnis, dass Dirk Köninck als Eigentümer des rund 45 000 Quadratmeter großen Areals seine Pläne erst einmal wieder in der Schublade verschwinden lassen muss. CDU , FDP und FWS lehnten die Bebauungsplanänderung ab, meinten aber eigentlich das Konzept, das Köninck zusammen mit dem vor einem halben Jahr gefundenen Investor entwickelt hat.

Die Gegner des Vorhabens befürchten, dass die profitable Mobilheim-Siedlung kommt, der eigentliche Campingplatz, der das Herzstück der Anlage ausmachen soll, aber auf sich warten lassen wird. CDU-Fraktionschef Norbert Kerkhoff begründete die Ablehnung so: „Da wird was aus dem Gesamtsystem herausgeschnitten. Das halten wir für schwierig.“ GAL-Sprecher Gebhard Niehues ergänzte: „Wir haben die Befürchtung, dass es bei den Ferienhäusern bleibt.“

Dirk Köninck widersprach heftig. „Der Campingmarkt boomt. Die Nachfrage und der Druck sind groß.“ Am liebsten würde er Mobilheime und Campingplatz gleichzeitig bauen. Aufgrund der Größe des Projekts sei das aber gar nicht machbar. Darum erst die Mobilheime.

Für deren Realisierung konnte er die Düsseldorfer Entwicklungsgesellschaft Vesteo gewinnen. Geschäftsführer Traugott Funk und Architekt Jakob Quiring stellten dem Ausschuss ihre Planung vor, die eigentlich bis Herbst 2020 umgesetzt werden soll. Funk beziffert die Investition für die 32 Mobilheime samt Clubhaus und Infrastruktur auf 6,5 Millionen Euro. Bewirtschaftet werden soll die Anlage als Genossenschaft. Er geht von Einnahmen in Höhe von 700 000 Euro jährlich aus. Dem stehen Kosten von rund 600 000 Euro entgegen. Macht unter dem Strich einen Gewinn von 100 000 Euro. Drei bis vier Vollzeitarbeitsplätze sollen geschaffen werden, sechs bis acht in Teilzeit.

Das Konzept sieht 50 Quadratmeter große Mobilheime vor, die Funk wie Hotelzimmer sieht. Und das im Vier-Sterne-, also im Premiumbereich. Die Siedlung soll ein ökologischer Ferienpark werden inmitten eines großen Obstgartens, die Häuser sollen Niedrigenergiestandards erfüllen und komplett mit Ökostrom betrieben werden. Das von der Politik befürchtete Dauerwohnen soll in den Häusern nicht möglich sein. Traugott Funk ist sich sicher: „Die Anlage lässt sich touristisch gut vermarkten.“ Dazu müssen Investor und Eigentümer allerdings erst einmal die Politik überzeugen.

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