BagnoMare
„Weiter an der Attraktivität feilen“

Steinfurt -

Sie war ein Meilenstein, die Wiedereröffnung des Freibads an der Tecklenburger Straße im vergangenen Jahr. Ganz abgeschlossen indes ist die Sanierung des BagnoMare noch nicht. Die WN fragten nach, was Förderverein und StEIn GmbH in der Zukunft geplant haben, um die Attraktivität des Bades weiter hoch zu halten.

Freitag, 08.02.2019, 15:50 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 17:09 Uhr
Am 19. Mai vergangenen Jahres wurde das Freibad an der Tecklenburger Straße nach umfangreicher Sanierung und viel freiwilliger Helferarbeit wiedereröffnet. Die Hände in den Schoß legen wollen die Verantwortlichen aber nicht: Auch in den kommenden zwei Jahren wird – die Konkurrenz schläft nicht – viel in das Bad investiert. Foto: R. Nix

Keine Frage, der 19. Mai 2018 hat sich im kollektiven Gedächtnis vieler, vor allem Schwimmsportbegeisterter Steinfurter festgebrannt. Positiv festgebrannt, wohlgemerkt. Es war der Tag der Wiedereröffnung des Freibads an der Tecklenburger Straße. Auch Jürgen Buskamp erinnert sich nur allzu gern an jenen Tag im BagnoMare, so der neue Name, zurück.

Der Borghorster gehört als Vorstandsmitglied des Fördervereins zum Erhalt der Steinfurter Bäder und darüber hinaus des SV Olympia zu den treibenden Kräften, die sich ehrenamtlich dafür eingesetzt haben, die 2015 drohende Schließung des Traditionsbades zu verhindern. Zusammen mit dem Betreiber StEIn GmbH und zahlreichen Unterstützern, die sich mit Sach- oder Geldspenden sowie direkt per Muskelkraft eingebracht haben, glückte das Vorhaben. Was Buskamp auch rückblickend noch besonders freut: „Es hat noch nie ein Projekt gegeben, bei dem beide Stadtteile so an einem Strang gezogen haben, wie bei der Sanierung des Freibads.“

Dass sich der große Aufwand und die vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden gelohnt haben, steht für den Badförderer außer Zweifel. Die erste Saison nach Wiedereröffnung sei hervorragend gelaufen, das renovierte Bad – sicher begünstigt auch durch den „Jahrhundertsommer“ – weit überdurchschnittlich gut angenommen worden.

Buskamp lässt keinen Zweifel aufkommen: Die Entscheidung, das Bad zu erhalten, war richtig. Die besondere Eignung als Wettkampfstätte, der hohe Freizeitwert, die enge Verbundenheit der Bevölkerung zu „ihrem“ Bad und die steigende Bedeutung als weicher Standortfaktor seien ausschlaggebend dafür gewesen. „Man schaue sich in der Umgebung um: Ochtrup, Emsdetten, Rheine – überall werden die Freibäder saniert“, so Buskamp mit Blick auf die Nachbargemeinden. In Steinfurt sei dies schon weitgehend geschafft – mit weit weniger Geldeinsatz, als das bei den genannten Projekten, die sich im Kostenbereich von vier bis hinauf zu zwölf Millionen Euro bewegen, der Fall ist.

Ganz abgeschlossen indes ist die Sanierung des BagnoMare noch nicht. In dem 820 000-Euro-Paket, dass StEIn GmbH und Förderverein geschnürt haben, sind noch nicht alle Posten abgehakt. Da ist es ein glücklicher Umstand, dass nach wie vor gespendet wird. So ist finanzieller Spielraum vorhanden, um weiter an der Attraktivität des Bades zu feilen. „Die Priorität, darin sind wir uns mit der StEIn einig, liegt dabei auf den noch ausstehenden Sanierungsarbeiten“, betont Buskamp.

Zuvorderst betrifft dies die Modernisierung des Kiosks. Das Gebäude wird im Frühjahr zunächst ein neues Dach bekommen, anschließend wird der Verkaufsraum neu gemacht und auch vergrößert. „Bis zur Eröffnung Mitte Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, kündigt der Fördervereinsvorstand an. Geplant sei zudem die Anschaffung eines 15 mal sieben Meter großen Sonnensegels, das auf dem Areal des Kinderspielparadieses für Schattenwurf sorgen soll. „Die Fundamente dafür werden gleichzeitig mit noch ausstehenden Pflasterarbeiten in diesem Bereich gelegt“, so Buskamp weiter. Auch neue kombinierte Tisch- und Sitzgarnituren, sechs an der Zahl, sollen für den Außenbereich angeschafft werden.

Helfereinsatz ist bei einem weiteren Projekt gefragt, von dem sich Buskamp zusätzlichen „Rückenwind“ für das Bad erhofft: Das Anlegen eines 15 mal 30 Meter großen Beachhandballfeldes, das das vorhandene Volleyballfeld ergänzen soll. „Steinfurt ist als handballbegeisterte Stadt bekannt“, weist Buskamp auf die Intention hin, auch Vereinssportlern eine besondere Trainingsmöglichkeit zu bieten.

In diesem Jahr haben die Projektpartner StEIn GmbH und Förderverein also viel vor. Aber auch danach ist noch nicht Schluss. 2020 folgt laut Planung die Sanierung des Umkleidetrakts mit Wärmeraum, Toilettentrakt und Mutter-Kind-Bereich. „Auch das ist noch mit drin im 820 000-Euro-Paket“, betont Buskamp. Danach wäre es einmal komplett durchsaniert, das Burgsteinfurter Freibad. Die altersschwache Badeanstalt wird zum Jungbrunnen mit zahlreichen, innovativen Attraktionen – ein vollendetes Szenario, wie es noch 2015 kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Zugleich macht Buskamp deutlich, dass der Förderverein zwar zuletzt vorrangig in das Burgsteinfurter Bad investiert habe, aber immer auch das Kombibad in Borghorst im Auge behalte. So sollen dort in diesem Jahr die Fliesen des Kinderplanschbeckens erneuert werden. Buskamp: „Wir werden uns aber auch darüber hinaus immer gerne auch in Borghorst einbringen – je nach Bedarf und bestehenden Möglichkeiten.“

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