Unterhaltsamer Abend mit „Trasnú“ im Kulturhof
Den Kelten in sich entdecken

Steinfurt -

Die Band „Trasnú“ sorgte im Kulturhof Steinfurt für einen besonderen Musikgenuss.

Sonntag, 03.02.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 17:28 Uhr
Einen irish-schottischen Abend erlebten die Zuhörer im Kulturhof Steinfurt mit der begeisternden Band Trasnú“. Foto: Martin Fahlbusch

Die Hütte war voll am Samstagabend. Und das darf man auch für den Kulturhof Steinfurt so sagen. Denn man merkte schon, bevor Cornelius Bode, Steffen Gabriel und Guido Plüschke auf die Bühne sprangen, dass das Publikum gespannt auf diesen Auftritt wartete. Denn die Drei, besser bekannt unter ihrem keltisch-irischen Bandnamen „Trasnú“, sind keine Unbekannten auf diesem idyllischen „Kultourhof“ an der Hollicher Straße, wie es in der Ankündigung des Kulturforums Steinfurt hieß.

Schon seit Jahren nutzt Guido Plüschke einen Workshop für die Musikschule Steinfurt, in dem er in die Geheimnisse des Bodhrán-Spiels, also dieser irischen Rahmentrommel, die mit einem beidseitig benutzten Trommelstab bearbeitet wird, einführt, um seine musikalischen Kumpels Steffen Gabriel aus Telgte (Flute, Akkordeon, Gesang) und Cornelius „Zorny“ Bode aus Hannover (Gitarre/Fersentrommel) zusammenzutrommeln und den Gästen dann zu zeigen, was eine flotte irisch-schottische Harke ist.

Plüschke wirbelte nicht nur auf der Trommel, sondern zupfte und traktierte gar fein Banjo, irische Bouzouki und Mandoline – und beim Singen hielt er sich auch alles andere als zurück. Neben mitunter schwermütigen Songs von See, Land und Wind und Räuberei hatte „Trasnú“ aber auch immer rasanter werdende Tänze mit für den Laien verwirrenden Taktbezeichnungen und ebensolcher Bruchrechnung („Neunachtel“) mitgebracht.

Schnell sprang der sprichwörtliche Funke von der Bühne in fast jeden wippenden Fuß über. Und wer mal aus den Klatschtakt kam, für den langweilte die Band nicht mit musikwissenschaftlich präzisen Fachbegriffen, sondern nach kurzer Zeit murmelte der ganze Saal, „Black und Decker, „Wuppertal, Bielefeld, Ingolstadt“ oder gar „Zicke-Zacke-Hühnerk…“.

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