Tiermaler Bernd Pöppelmann
Neugier auf Mutter Natur wecken

BurgSteinfurt -

Und wie kann man die Besonderheiten eines Tieres besser kennenlernen, als wenn es man es malt? Der Burgsteinfurter Künstler Bernd Pöppelmann hatte die Idee, Malbücher zu gestalten, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet sind. Im Lauf der Zeit sind in Kooperation mit der Design-Agentur Judith neun Malbücher mit unterschiedlichen Schwerpunkten entstanden.

Freitag, 11.01.2019, 15:44 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 17:42 Uhr
Der Burgsteinfurter Bernd Pöppelmann gestaltet Malbücher mit Naturthemen – und trägt so auch dazu bei, dass Wissen über Tiere und die Pflanzenwelt nicht verloren geht. Foto: cm

Dass das weltweite Artensterben auch vor dem Münsterland nicht Halt macht, weiß inzwischen jedes Kind. Was die Kinder oft nicht mehr wissen, ist, welche heimischen Tierarten es überhaupt gibt und wie diese aussehen. Ein Feldhamster oder eine Lerche kommen in der Natur immer seltener vor und im Biologieunterricht spielen Artenkenntnisse inzwischen eine untergeordnete Rolle.

Den Burgsteinfurter Naturfreund und Maler Bernd Pöppelmann treibt dieses Manko schon lange um: „Große Sorge bereitet mir, dass das Wissen über die Tier und Pflanzenwelt und die natürlichen Zusammenhänge in der Natur verloren gehen. Denn wer die Tier- und Pflanzenarten gar nicht erst kennt, der wird sie auch nicht vermissen und sieht keinen Anlass, etwas gegen den Artenschwund zu tun“, folgert der international bekannte Tiermaler.

Und wie kann man die Besonderheiten eines Tieres besser kennenlernen, als wenn es man es malt? So entstand die Idee, Malbücher zu gestalten, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet sind. Im Lauf der Zeit sind in Kooperation mit der Design-Agentur Judith neun Malbücher mit unterschiedlichen Schwerpunkten entstanden: „Im Moor“, „Greifvögel und die Falknerei“ sowie „Zugvögel am Wattenmeer“ als Auftragsarbeit für den Nationalpark Wattenmeer sind schon länger auf dem Markt.

Ganz neu ist eine Malbuchreihe, die die regionale Tierwelt abbildet und vom Borghorster Tecklenborg-Verlag herausgegeben wird. „Tiere im Wald“, „Tiere im Feld“ und zwei Bücher über „Singvögel, die man kennen sollte“ sind 32-seitige, quadratische Hefte, in denen sich immer linksseitig die Pöppelmannsche Vorlage und rechtsseitig ein skizzierter Umriss der Tiere befindet. Der Schwierigkeitsgrad variiert, die Bilder werden am besten mit Aquarellfarben oder Buntstiften ausgemalt. „Zwei Frauen aus meinem Bekanntenkreis sind über die Malbücher zur Malerei gekommen“, freut sich der gebürtige Emsdettener. Kurze Informationen über die Lebensgewohnheiten der jeweiligen Tierart ergänzen das Büchlein, außerdem gibt es eine einfache Anleitung zu Zeichentechniken. „Die Arbeit an den Malbüchern und meine vielen anderen Projekte erfüllen mich mit Freude und Motivation“, berichtet der 73-jährige, der sich seit frühester Jugend für Tiere und den Schutz ihres Lebensraumes einsetzt.

Weil dieser Schutz heute wichtiger ist denn je, stellt Bernd Pöppelmann seine großartige Kunst und Erfahrung in dessen Dienst und macht Lust, mit offenen Augen durch die Natur zu gehen.

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